Beiträge der Schulen
Hier finden sich Beiträge verschiedener UNESCO-Projektschulen und der Bundeskoordination des Netzwerks. Die Beiträge bieten Einblicke in die Arbeit der deutschen UNESCO-Projektschulen.
Anlässlich eines UNESCO-Projekttags verwandelte sich der Schulhof der Gemeinschaftsschule am Marschweg in einen lebendigen Ort der Begegnung. Unter dem Motto „Grenzen überwinden“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 intensiv mit dem Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft auseinander. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Tag zu einem deutlichen Zeichen für Respekt, Solidarität und gelebte Vielfalt.
Mit Unterstützung des Kolping-Netzwerks für Geflüchtete kamen die Jugendlichen in Workshops in direkten Austausch mit Menschen, die Erfahrungen mit Flucht und Ankommen in Deutschland teilen. Die persönlichen Berichte und Gespräche lösten bei vielen Teilnehmenden neue Einsichten aus, brachen Vorurteile auf und förderten Empathie. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von den Geschichten und nahmen konkrete Anregungen für ein respektvolles Miteinander mit.
Ein besonderes Highlight war das Mitmach-Mobil auf dem Schulhof: ein LKW voller multimedialer Stationen, Videos, Hörberichte und interaktiver Spiele. Die mobile Ausstellung ermöglichte ein spielerisches, zugleich nachdenkliches Herantreten an die Themen Flucht, Ankommen und Zusammenleben. Die Kombination aus Information und Erlebnis sorgte für hohe Beteiligung und viele intensive Gespräche.
Finanziell ermöglicht wurde der Tag durch den Schulverein der Gemeinschaftsschule am Marschweg; das Gesamtprojekt wird zudem von der Europäischen Union kofinanziert.
UNESCO-Projekttag 2026: Gemeinsam Grenzen überwinden
Am 27. Juli stand unsere Schule ganz im Zeichen des UNESCO-Projekttags zum Jahresthema „Grenzen überwinden“. Ziel des Tages war es, die vielfältigen Grenzen sichtbar zu machen, denen Menschen im Schulalltag und darüber hinaus begegnen – und gemeinsam Wege zu entwickeln, diese zu überwinden. Dabei rückten Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile, körperliche und psychische Belastungen, Sprachbarrieren sowie soziale Ungleichheit in den Mittelpunkt.
Der Projekttag begann mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der Sporthalle. In einem Rollenspiel schlüpften Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche fiktive Lebenssituationen. Durch gezielte Fragen wurde deutlich, dass nicht alle Menschen die gleichen Voraussetzungen haben und dass manche mit deutlich größeren Hindernissen und Benachteiligungen konfrontiert sind als andere. Das Spiel machte eindrucksvoll sichtbar, wie unterschiedlich Startbedingungen sein können und welche „unsichtbaren Grenzen“ viele Menschen täglich erleben.
Im Anschluss setzten sich die Klassen im Klassenzimmer mit ihren Eindrücken auseinander. Auf roten „Mauerziegeln“ hielten die Schülerinnen und Schüler Grenzen fest, die sie selbst erlebt, beobachtet oder bewusst wahrgenommen hatten. Die einzelnen Ziegel wurden auf großen Kartons zu einer symbolischen Mauer zusammengefügt, die die vielen sichtbaren und unsichtbaren Grenzen unseres Alltags eindrucksvoll veranschaulichte. Ob persönliche Erfahrungen, allgemeine Beobachtungen oder fiktive Beispiele – alle Beiträge fanden ihren Platz. Dabei entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der jede und jeder selbst entscheiden konnte, ob die eigenen Gedanken geteilt oder anonym eingebracht werden sollten.
Im weiteren Verlauf des Vormittags stand die Frage im Mittelpunkt, wie solche Grenzen überwunden werden können. Die Klassen entwickelten hierzu in Kleingruppen kreative Beiträge in ganz unterschiedlichen Formen. Es entstanden Theaterszenen, Kurzgeschichten, Gedichte, Briefe, Rap-Texte, Podcasts, Comics, Collagen, Kurzfilme und weitere kreative Produkte. Andere Klassen entschieden sich für Aktionen außerhalb des Klassenzimmers und setzten sich beispielsweise durch soziale oder sportliche Aktivitäten praktisch mit dem Thema auseinander. Alle Projekte verband die gemeinsame Botschaft, dass Mut, Zusammenhalt, Empathie und gegenseitige Unterstützung entscheidende Voraussetzungen sind, um Grenzen abzubauen.
Nach der Präsentation der Ergebnisse reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, dass viele der erarbeiteten Lösungsansätze Hoffnung machten und zeigten, dass Veränderungen möglich sind, wenn Menschen füreinander einstehen. Den Abschluss der Arbeitsphase bildeten sogenannte „Mutmacher-Sprüche“. Auf grünen Karten formulierten die Schülerinnen und Schüler persönliche Gedanken, motivierende Botschaften oder konkrete Tipps, wie schwierige Situationen bewältigt werden können. Diese positiven Botschaften sollten den zuvor entstandenen Mauern bewusst etwas Hoffnungsvolles entgegensetzen.
Den Abschluss des Projekttages bildete eine gemeinsame Veranstaltung in der Sporthalle. Dabei wurde die zuvor errichtete symbolische Mauer auf eindrucksvolle Weise überwunden: Schülerinnen und Schüler des Sport-Leistungskurses sprangen mit einem Minitrampolin spektakulär und artistisch über das Hindernis und machten damit sichtbar, dass Grenzen mit Mut, Einsatz und Zusammenhalt überwunden werden können. Anschließend wurde die Mauer gemeinsam eingerissen – ein kraftvolles Symbol dafür, dass Hindernisse zwar existieren, aber nicht unüberwindbar sind. Die Abschlussaktion verdeutlichte eindrucksvoll, dass gegenseitige Unterstützung, Verständnis und gemeinsames Handeln entscheidende Voraussetzungen dafür sind, Grenzen abzubauen und Veränderungen anzustoßen.
Der UNESCO-Projekttag machte eindrucksvoll deutlich, dass „Grenzen überwinden“ weit mehr bedeutet als das Beseitigen äußerer Hindernisse. Es geht ebenso darum, Vorurteile abzubauen, Perspektiven zu wechseln und Verantwortung für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander zu übernehmen. Die zahlreichen kreativen Beiträge und das große Engagement aller Beteiligten zeigten, wie intensiv sich unsere Schulgemeinschaft mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt hat. Ein nachhaltiges Zeichen setzen dabei auch die im Laufe des Projekttages entstandenen Mutmacher-Sprüche: Sie werden zunächst bei der Einschulung unserer sechs neuen fünften Klassen am ersten Schultag sichtbar sein und den neuen Schülerinnen und Schülern am darauffolgenden Tag als persönlicher Mutmacher für das neue Schuljahr mit auf den Weg gegeben werden. So wirken die Botschaften des Projekttages über diesen besonderen Tag hinaus und erinnern daran, dass Offenheit, Solidarität und Zusammenhalt die wichtigsten Voraussetzungen sind, um Grenzen gemeinsam zu überwinden.
Das eindrückliche Foto der Schülerin Lucy — ein aufgeschlagenes Buch, das wie ein schützendes Zelt über einer lesenden Person steht — symbolisiert Literatur als Raum.
Unter diesem „Zelt“ haben im Schuljahr 2025/26 alle 1 600 Schülerinnen und Schüler der Geschwister‑Scholl‑Schule Tübingen Saša Stanišićs Roman „Wolf“ gelesen und damit fächerübergreifend, grenzenüberwindend gearbeitet.
Das Leitmotiv war das Motto des internationalen UNESCO‑Projekttags „Grenzen überwinden“.
Dieser rote Faden zog sich durch alle Aktivitäten und gab dem Jahresprojekt seine thematische Richtung. Höhepunkt und Abschluss war der internationale UNESCO‑Projekttag am 18. Juni 2026 — unser „Wolfsfest“ —, bei dem die Ergebnisse in Ausstellungen und Aufführungen präsentiert wurden.
Geografische Grenzen überwinden — Austausch mit Kijiv
Die GSS machte geografische Grenzen zum Gegenstand konkreter Begegnung: 30 Exemplare des Romans wurden an unsere Partnerschule in Kijiv geschickt, und per Videokonferenz tauschten sich Deutschlernende mit einer Klasse der GSS aus. Literatur hilft, räumliche und nationale Grenzen zu überwinden und internationale Solidarität zu zeigen!
Soziale Grenzen überwinden — Mobbing thematisieren und solidarisch handeln
Im Unterricht nutzten Klassen den Roman, um soziale Grenzen sichtbar zu machen, die im Roman eine zentrale Rolle spielen. Eine Möglichkeit, soziale Barrieren zu überwinden und ein unterstützendes Miteinander zu stärken.
Persönliche Grenzen überwinden — Mut, Verantwortung und Selbstwirksamkeit
Praktische Angebote wie Kletterworkshops oder Nachtwanderungen ermöglichten es den Schüler*innen, persönliche Grenzen auszutesten und zu überwinden. Die Coming‑of‑Age‑Themen des Romans förderten Selbstbewusstsein und Verantwortungsbereitschaft.
Kulturelle und sprachliche Grenzen überwinden — Inklusion im Alltag
VKL‑Klassen unserer Schule mit Fluchthintergrund arbeiteten Seite für Seite am Text, erklärten Begriffe und teilten Erfahrungen — ein konkreter Akt, sprachliche und kulturelle Grenzen zu überwinden. Paralleltexte oder mehrsprachige Formate integrierten unterschiedliche Sprachniveaus in den Schulalltag und schufen inklusivere Lernräume.
Ökologische Grenzen überwinden — Naturwissen und Mensch‑Tier‑Beziehungen
Projekte zu Waldökologie und Wolf‑Verhalten thematisierten ökologische Grenzen: Exkursionen und Forschungsaufträge. Reflexion von Grenzen zwischen Mensch und Natur, Entwicklung verantwortungsvoller Perspektiven.
Künstlerische Grenzen überwinden — Ausdrucksformen verbinden
Beim Fest präsentierten die Schüler*innen Kunstwerke, Fotoinstallationen, Theater und Musikbeiträge. Ästhetische Praxis kann Grenzen zwischen Ausdrucksweisen und Altersgruppen überwinden.
Lucys Foto - das Buch als Zelt - zieht sich als Leitbild durch das gesamte Projekt:
Ein Buch kann Schutz bieten, Räume öffnen und Begegnung ermöglichen. Der internationale UNESCO‑Projekttag am 18. Juni 2026 bündelte die vielfältigen Aktivitäten und machte sichtbar, wie das gemeinsame Lesen von „Wolf“ als Grundlage diente, um geografische, soziale, persönliche, kulturelle und ökologische Grenzen zu überwinden. Das Projekt verband literarische Bildung mit praktischen Erfahrungen und internationalem Austausch — ein starkes Zeichen dafür, dass Schule Brücken bauen kann.
Zehn Jahre voller Engagement, Begegnungen und gemeinsamer Verantwortung: Unsere Schule feierte das Jubiläum „10 Jahre Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Eine ganze Woche lang stand unsere Schulgemeinschaft im Zeichen von Demokratie, Toleranz und Courage. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis EF beschäftigten sich in Workshops und Projekten mit wichtigen gesellschaftlichen Fragen: Wie können wir Vielfalt stärken? Wie begegnen wir Ausgrenzung? Und was bedeutet es, im Alltag Haltung zu zeigen?
Viele externe Referentinnen und Referenten unterstützten uns dabei und eröffneten unseren Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven und Gesprächsräume.
Bei der großen Jubiläumsfeier auf dem Schulhof wurde deutlich, was unsere Schule ausmacht: Zusammenhalt, Offenheit und der gemeinsame Einsatz für eine demokratische Gesellschaft. Mit einer Poetry-Slammerin, musikalischer Unterstützung der Schulband und der Übergabe der Jubiläumsurkunde wurde dieser besondere Moment gebührend gefeiert.
Wir blicken stolz auf zehn Jahre „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zurück und freuen uns darauf, diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam weiterzugehen.
Im Juni besuchte die Klasse 8b des Droste-Hülshoff-Gymnasiums im Rahmen des Geographieunterrichts den Weltacker in Freiburg.
Der Weltacker ist ein Bildungsprojekt zu nachhaltiger Ernährung und Flächengerechtigkeit. Etwa 1,5 Milliarden Hektar Fläche stehen weltweit als Ackerland zur Verfügung, das für 8 Milliarden Menschen reichen muss.
Pro Person sind das ca. 2.000 m², auf denen alles wachsen muss, was ein Mensch im Jahr verbraucht: Getreide für Brot, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Kaffee, Kakao, Ölpflanzen, Zuckerrüben… ebenso das Ackerfutter für die Tiere, deren Fleisch, Milch und Eier wir verzehren. Auch Baumwolle für Kleidung, Genussmittel wie Tabak und Energiepflanzen (u.a. für Bio-Gas) brauchen ihren Platz auf dieser Fläche. Kommen wir damit aus?
UmweltexpertInnen der Vereinten Nationen haben berechnet, dass für den Anbau der Lebensmittel, die jede/r EuropäerIn derzeit verbraucht, 4.000 m² Ackerfläche beansprucht werden. Menschen in anderen Regionen steht somit weniger Fläche zur Verfügung.
Auf dem Weltacker Freiburg werden auf 2.000 m² maßstabsgetreu die 45 weltweit wichtigsten Ackerkulturen angebaut und machen modellhaft den Flächenverbrauch für einen einzelnen Menschen sichtbar. Für Arten, die in unserem Klima nicht gedeihen (z.B. Baumwolle, Zuckerrohr), werden Stellvertreter angebaut.
Viele wichtige aktuelle und Zukunftsfragen zu den Themen Landwirtschaft, Klimawandel, Artensterben, Bodenfruchtbarkeit und Ernährungssouveränität lassen sich anhand des Weltackers begreifbar machen. Die überschaubare Fläche von 2.000 m² ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, einen direkten Zugang zur „eigenen“ Fläche und den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten zu finden. Mit großem Interesse erkundete die 8b den Weltacker und seine Pflanzen, beschäftigte sich gezielt mit dem Thema „Hülsenfrüchte“, als Alternative zu Fleisch, und hatte viel Freude beim Zubereiten von frischen und gesunden Wraps – mit einigen Zutaten direkt vom Weltacker!
Das BKVGS arbeitet eng mit dem „Eine Welt Laden Mönchengladbach“ zusammen. Im Rahmen von Projekten zur Nachhaltigkeit und globalen Verantwortung (wie dem Fairen Handel) kommt es dort häufig zu Bildungsaktionen. So übergab Herr Eugen Godoj auf dem Sport- und Gesundheitstag zwei Fairtrade-Fußbälle der PUMA AG.
Die PUMA AG brachte im November 2008 als erster großer Sportartikelkonzern einen offiziellen Fairtrade-Fußball auf den Markt. Dies geschah im Rahmen der Schulaktion „Club der guten Hoffnung“. Die Näherinnen und Näher in Pakistan erhielten dabei eine Prämie von 10 Prozent des Einkaufspreises für soziale und ökologische Projekte.
Zudem produzierte die Fairtrade-AG Fairtrade-Smoothies. So wurden Fairtrade-Zutaten wie Bananen, Beeren, Mangos und Weintrauben mit etwas Flüssigkeit (z.B. Mandelmilch, Fruchtsaft oder Wasser) im Mixer püriert.
Matthias Kleine
BKVGS-UNESCO-Schulkoordinator
In der diesjährigen Demokratiewoche haben wir unsere Vorhaben gemeinsam für Schülerinnen und Schüler und für Lehrkräfte und andere Mitarbeiter der Schule erlebbar gemacht. Und nicht nur zum gemeinsam Teilhaben, sondern auch zu gemeinsam gestalten.
Nicht nur die Themen "Diskriminierung, Antisemitismus und Erinnerungskultur" wurden mit Exkursionen in Erinnerungsorte wie das KZ Neuengamme oder mit einem in der Demokratiewoche entwickelter Ausstellung "Von der Dunkelheit ins Licht"-80-Jahre Befreiung von Kiel von dem Unrechtssystem durch Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums für eine Gedenkstätte-dem Flandernbunker in Kiel (Ausstellung öffentlich zu besichtigen bis zum 11.10.2026).
Auch Landespolitiker wie Dr. Ulf Kämpfer, Lasse Petersdotter und Nesimi Temel haben unserer Schülerschaft Einblicke in Demokratische Prozesse im Landtag und Rathaus gewährt sowie ihre Fragen auf Augenhöhe beantwortet.
Das NDR-Mediencampus begleitete Interessierte dabei, wie Debattenkultur und Meinungsfreiheit zu pflegen und weiter auszubauen sei. Traser Software GmbH zeigte, wie Transparenz und Kommunikation am Arbeitsplatz als demokratisches Miteinander gefördert werden kann. Unsere Bildungsbegleiterin (Daniela Schäfer) und Respektcoach (Rojda Arslan) führten einen Workshop zum Thema "Umgang mit Deep Fakes und Fake Neus" durch, um auch dieses Thema immer wieder bewusst zu machen.
Unsere SV-Leitung hat mit dem Jungen Rat und dem KSV zusammen Strategien gezeigt, wie Politik und das Miteinander bereits in der Schulzeit mitgestaltet werden kann.
Die Filmvorführung (Michael Walther/Till Schauder): "Time to act", löste eine vitalisierende Debatte darüber in unserer Mensa aus, wie wichtig es ist, jetzt und nicht irgendwann zu handeln in der akuten Klimakrise.
Und all diese Gedanken wurden mit dem diesjährigen Interkulturellen Fest (UNESCO-Welttag für kulturelle Vielfalt in Dialog und Entwicklung) eingeleitet, bei der wir für Frieden in unserer Schule und in der Welt an einer weißen Tafel zusammen gesessen haben und aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam Speisen und einen Austausch über das große WIR führen konnten. Wieder hat uns eine tansanisch/ghanaisch-deutsche Band mit Ihren Liedern und Texten zum Tanzen aufgefordert, während Makramee-Armbänder und andere kulturellen Begegnungsmöglichkeiten dazu einluden, frei miteinander zu kommunizieren über Ländergrenzen, Vorurteilen und festgelegten Meinungen hinweg.
Ein biographisches Theaterworkshop und ein kreatives Zeichnen, sowie weitere Workshops "Diskriminierungsradar" oder kreatives Schreiben begleiteten Interessierte Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Abteilungen auf dem Weg der Intuition, des Mitgefühls und des Verständnisses füreinander, indem sie auf eine neue Art und Weise eigene und die Grenzen anderer Schätzen lernten, neues erprobten und mit anderen gestalteten.
Damit eine Kultur des Friedens, des gleichberechtigten Miteinanders und der gegenseitigen Wertschätzung nicht nur innerhalb unserer Schule, sondern ein Stück in der Welt vorangebracht werden kann.
Mit Ideenreichtum, Fachwissen und Zukunftsvisionen präsentierte die Edith-Stein-Schule die Projekte ihres Seminarkurses der Jahrgangsstufe 12 im Rahmen des landesweiten Bildungsprojekts Stadt-Land-Future an der Universität Hohenheim.
Das von den Ministerien für Kultus sowie für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz initiierte Projekt widmet sich zentralen Zukunftsfragen rund um Nachhaltigkeit, Landwirtschaft, Biodiversität und Ernährung. Die Schülerinnen entwickelten eigene regionale Lösungsansätze – unter anderem zu Moorschutz, Lebensmittelgerechtigkeit, Künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft, alternativen Ernährungsformen und der Zukunft regionaler Esskultur.
Bei der Fachtagung in Hohenheim präsentierten mehrere Seminarkursgruppen sowie das Jugend-forscht-Bundespreisträgerteam „Torf Ade – Damit auch Pflanzen ein gutes Gewissen haben“ ihre Ergebnisse und diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Bildung.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie praxisnahes, fächerübergreifendes Lernen junge Menschen dazu befähigt, regionale Herausforderungen zu erkennen, innovative Ideen zu entwickeln und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen.
Dieser Abend erinnerte uns daran, dass die Künste Frieden, Dialog und Verständigung fördern :
Mit dem KCC aus Tansania (Verein des Kigamboni Community Centers), solistischen Musikbeiträgen sowie einer facettenreichen Ausstellung mit Kunstwerken unserer Schülerinnen und Schüler wurde dieser Abend zu einem echten Fest der Kreativität.
Auch durch das große Engagement unserer Gastfamilien konnte unseren Schülerinnen und Schülern diese außergewöhnliche Erfahrung und Teilhabe am interkulturellen Austausch mit einer außereuropäischen Kultur erst möglich gemacht werden.
Wir danken allen Beteiligten dafür, dass ihr dieses lieb gewonnene Projekt auch in diesem Jahr wieder unterstützt und möglich gemacht habt.
Auch in diesem Jahr haben elf Schiller-Schülerinnen und Schüler am MEP (Model European Parliament) in Kerkrade teilgenommen. Vom 07. bis 09. November versammelten sich um die 250 Schülerinnen und Schüler (aus Deutschland und der EU) in der niederländischen Stadt Kerkrade in Rolduc, um an diesem Wochenende das Europäische Parlament zu simulieren.
Die Schülerinnen und Schüler lernten, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, ihre Meinung zu äußern und sich für diese einzusetzen.
Ziel des MEP ist es, den Jugendlichen eine Bühne für ihre Reden zu geben und ihnen darüber hinaus die Möglichkeit zu eröffnen, sich mit anderen über aktuelle politische Themen auszutauschen, um gemeinsame Lösungen zu finden!
Als fest verankerte UNESCO-Projektschule setzt das Maristen-Gymnasium Furth auf Friedenserziehung, Nachhaltigkeit und interkulturelles Lernen und Bildung im Bereich Weltkulturerbe. Den praktischen Höhepunkt einer einjährigen Vorbereitungsphase bildete nun eine viertägige Projektreise von 13 Schülerinnen des P-Seminars "UNESCO" der 11. Jahrgangsstufe nach Paris.
Zentraler Programmpunkt der Reise war der Besuch des Hauptquartiers der UNESCO. Die Gruppe erhielt dort vertiefte Einblicke in die Arbeitsweisen und Entscheidungsstrukturen der Organisation. Neben den politischen Abläufen stand auch die Besichtigung der umfangreichen Kunstsammlung auf dem Gelände im Fokus, die durch Beiträge verschiedener Mitgliedsstaaten die kulturelle Vielfalt der Weltgemeinschaft repräsentiert. Die Teilnehmerinnen präsentierten sich bei der Diskussion als würdige Botschafterinnen des UNESCO-Netzwerks und bewiesen mit vielen gescheiten Fragen, dass sie echte UNESCO-Profis sind.
Zudem nutzte das Seminar den Aufenthalt für interkulturelle Begegnungen: Auf dem Arc de Triomphe befragten die Schülerinnen internationale Touristen zum Thema Welterbe. Kulturelle Meilensteine wie der Besuch des Louvre, des Eiffelturms, der wiederaufgebauten Kathedrale Notre-Dame sowie eine Bootsfahrt auf der Seine mit direktem Blick auf Kulturstätten rundeten die erfolgreiche Exkursion ab.
Vom 15. bis 18. Juni 2026 fand an der Grundschule Trier-Pfalzel eine Projektwoche zum Thema Grenzen überwinden statt, in der jede unserer sechs Klassen in ein Land, das an der diesjährigen Fußball-WM teilnimmt, reiste. So beschäftigten sich die Mädchen und Jungen des 1. bis 4. Schuljahres mit Landschaften, Sehenswürdigkeiten, Tieren und Pflanzen, Kultur und Traditionen Uruguays, Spaniens, Marokkos, Brasiliens, Mexikos und der Türkei. An vier Tagen wurden Plakate gestaltet, Steckbriefe verfasst, Videos gedreht, Präsentationen eingeübt, Lieder und Tänze einstudiert und viel gebastelt. Am 19. Juni 2026 gab es zudem ein von unserer fußballbegeisterten Schulsozialarbeiterin vorbereitetes Turnier, an dem sich jedes Kind als Fußballer*in, Cheerleader*in, Schiedsrichter*in oder im Fanclub beteiligen konnte und das, nach der Vorrunde und zwei packenden Halbfinals, Spanien für sich entschied. Am Samstag schließlich führten auf dem Schulfest des Schulelternbeirats alle Kinder stolz ihr Lieder und Tänze auf und präsentierten den Gästen ihre Ergebnisse der Projektwoche in ansprechend hergerichteten Klassenräumen.
Am 26.06.26 besuchte die HH52 die Medienausstellung „Künstliche Intelligenz“ in der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus. Dieses Thema ist heute wichtig, da uns die Künstliche Intelligenz längst überall begegnet – im Alltag, in der Schule, im Beruf und in den sozialen Medien. Doch wie verändert KI unser Leben und welche Chancen und Herausforderungen bringt sie mit sich? Die Stadtbibliothek Mönchengladbach lud mit einer Medienausstellung im Themenraum der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus dazu ein, die faszinierende Welt der Künstlichen Intelligenz näher kennenzulernen.
Themen wie Deep Fakes, Cyber Security und die verschwimmenden Grenzen zwischen Realität und digitaler Welt werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Besucher*innen können spannende Medien entdecken, sich informieren und tiefer in aktuelle Entwicklungen rund um KI eintauchen. Alle ausgestellten Medien sind ausleihbar. Die Ausstellung ist Teil der Digitalwoche Mönchengladbach und richtet sich an alle, die mehr über digitale Zukunftsthemen erfahren möchten.
Matthias Kleine
BKVGS-UNESCO-Schulkoordinator
Große Freude am Pascal-Gymnasium Grevenbroich: Unsere Schule gehört zu den Gewinnern des zwölften Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“. In der Kategorie V, Schulpreis, erhielten wir einen Geldbetrag in Höhe von 5.000 Euro! Für die Preisverleihung in Berlin wurde ich zusammen mit fünf Schülerinnen und Schülern eingeladen. Sie fand am 23.06. statt, am Abend vorher gab es ein kleines Festival mit Foodtrucks, Mitmachaktionen und Konzert. Die Preise verlieh Frau Bundesministerin Radovan höchstpersönlich, nach der Preisverleihung hatte sich auch der Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises, Herr Sassenrath, noch Zeit für uns genommen.
Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs ist es, Lernende für wichtige globale Themen zu sensibilisieren und sie dazu zu motivieren, selbst aktiv zu werden.
Es war schon einiges an Arbeit, die Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen, aber es hat sich gelohnt. Denn vor der Bekanntgabe der Preisträger kam zuerst ein Jurymitglied zu uns, um unsere verschiedenen BNE-Aktivitäten vor Ort zu erleben und zu dokumentieren. Kurze Zeit später besuchte uns ein zweiköpfiges Filmteam für Aufnahmen und Interviews, die in einen Kurzfilm über BNE am Pascal mündeten. Beide Termine waren natürlich sehr aufregend und spannend. Für mich als UNESCO-Koordinatorin war es sehr berührend zu sehen, wie engagiert unsere Schülerinnen und Schüler und meine Kolleginnen und Kollegen "ihren" jeweiligen BNE-Bereich vorstellten.
Da wir UNESCO-Projektschulen doch alle sehr aktiv sind in der Bildung für nachhaltige Entwicklung, kann ich euch den Wettbewerb, der alle zwei Jahre durchgeführt wird, mehr als empfehlen. Ich bin mir sicher, dass viele Schulen aus unserem Netzwerk beim Wettbewerb eine Chance hätten.
Der ACT! Eine-Welt-Schulpreis würdigt das Engagement von Schülerinnen und Schülern, die sich mit globalen Zusammenhängen beschäftigen und sich für eine gerechtere Welt einsetzen. Am 18. Juni 2026 verliehen das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk ELAN und das Ministerium für
Bildung Rheinland-Pfalz im Eltzer Hof in Mainz den Preis an engagierte Schulgruppen.
Den ersten Platz belegten in diesem Jahr die Teilnehmenden der Deutsch-Förder-AG der Loreleyschule St. Goarshausen mit ihrem Projekt „Spiele für eine bessere Welt“. In einem Podcast machten sie mit Umfragen und Gesprächen hörbar, wie die Themen Kinderrechte und Mitbestimmung zusammenhängen. In das Projekt mit einbezogen wurden auch die UNESCO-AG
der Realschule plus Oberwesel und deren Partnerschule in Ruanda. Mit selbst erwirtschafteten Mitteln erstellten die Schülerinnen und Schüler für beide Schulen vor Ort und für die Partnerschule in Ruanda ein Spielepaket mit Kooperationsspielen. Diese fördern grundlegende Werte für ein demokratisches Miteinander: Zusammenarbeit, Vertrauen und Teamgeist.