Plattform der UNESCO-Projektschulen

Die Kommunikationsplattform des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen in Deutschland ist eine Arbeits- und Vernetzungsplattform. Sie ermöglicht dem Netzwerk einen engen und transparenten Austausch und bündelt vielfältige Arbeitsprozesse an einem Ort. Die öffentliche Seite der Kommunikationsplattform bietet die Möglichkeit mehr über die Aktivitäten des Netzwerks und einzelne UNESCO-Projektschulen zu erfahren.

mehr Mehr Informationen zum Netzwerk der UNESCO-Projektschulen und der Arbeit der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen finden sich hier:
Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium
Modellprojekt Demokratie

Beiträge der Schulen

Droste-Hülshoff-Gymnasium, Freiburg

Hier finden sich Beiträge verschiedener UNESCO-Projektschulen und der Bundeskoordination des Netzwerks. Die Beiträge bieten Einblicke in die Arbeit der deutschen UNESCO-Projektschulen.

Ulrike Sallach – Droste-Hülshoff-Gymnasium, Freiburg
Besuch auf dem Weltacker in Freiburg – ein Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Im Juni besuchte die Klasse 8b des Droste-Hülshoff-Gymnasiums im Rahmen des Geographieunterrichts den Weltacker in Freiburg. 

Der Weltacker ist ein Bildungsprojekt zu nachhaltiger Ernährung und Flächengerechtigkeit. Etwa 1,5 Milliarden Hektar Fläche stehen weltweit als Ackerland zur Verfügung, das für 8 Milliarden Menschen reichen muss.

Pro Person sind das ca. 2.000 m², auf denen alles wachsen muss, was ein Mensch im Jahr verbraucht: Getreide für Brot, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Kaffee, Kakao, Ölpflanzen, Zuckerrüben… ebenso das Ackerfutter für die Tiere, deren Fleisch, Milch und Eier wir verzehren. Auch Baumwolle für Kleidung, Genussmittel wie Tabak und Energiepflanzen (u.a. für Bio-Gas) brauchen ihren Platz auf dieser Fläche. Kommen wir damit aus?

UmweltexpertInnen der Vereinten Nationen haben berechnet, dass für den Anbau der Lebensmittel, die jede/r EuropäerIn derzeit verbraucht, 4.000 m² Ackerfläche beansprucht werden. Menschen in anderen Regionen steht somit weniger Fläche zur Verfügung. 

Auf dem Weltacker Freiburg werden auf 2.000 m² maßstabsgetreu die 45 weltweit wichtigsten Ackerkulturen angebaut und machen modellhaft den Flächenverbrauch für einen einzelnen Menschen sichtbar. Für Arten, die in unserem Klima nicht gedeihen (z.B. Baumwolle, Zuckerrohr), werden Stellvertreter angebaut.

Viele wichtige aktuelle und Zukunftsfragen zu den Themen Landwirtschaft, Klimawandel, Artensterben, Bodenfruchtbarkeit und Ernährungssouveränität lassen sich anhand des Weltackers begreifbar machen. Die überschaubare Fläche von 2.000 m² ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, einen direkten Zugang zur „eigenen“ Fläche und den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten zu finden. Mit großem Interesse erkundete die 8b den Weltacker und seine Pflanzen, beschäftigte sich gezielt mit dem Thema „Hülsenfrüchte“, als Alternative zu Fleisch, und hatte viel Freude beim Zubereiten von frischen und gesunden Wraps – mit einigen Zutaten direkt vom Weltacker!