Plattform der UNESCO-Projektschulen

Die Kommunikationsplattform des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen in Deutschland ist eine Arbeits- und Vernetzungsplattform. Sie ermöglicht dem Netzwerk einen engen und transparenten Austausch und bündelt vielfältige Arbeitsprozesse an einem Ort. Die öffentliche Seite der Kommunikationsplattform bietet die Möglichkeit mehr über die Aktivitäten des Netzwerks und einzelne UNESCO-Projektschulen zu erfahren.

mehr Mehr Informationen zum Netzwerk der UNESCO-Projektschulen und der Arbeit der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen finden sich hier:
Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium
Modellprojekt Demokratie

Beiträge der Schulen

Geschwister-Scholl-Schule Tübingen

Hier finden sich Beiträge verschiedener UNESCO-Projektschulen und der Bundeskoordination des Netzwerks. Die Beiträge bieten Einblicke in die Arbeit der deutschen UNESCO-Projektschulen.

Julia Dr. Murken – Geschwister-Scholl-Schule Tübingen
Der UNESCO‑Projekttag „Grenzen überwinden“ an der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen

Das eindrückliche Foto der Schülerin Lucy  — ein aufgeschlagenes Buch, das wie ein schützendes Zelt über einer lesenden Person steht — symbolisiert Literatur als Raum. 

Unter diesem „Zelt“ haben im Schuljahr 2025/26 alle 1 600 Schülerinnen und Schüler der Geschwister‑Scholl‑Schule Tübingen Saša Stanišićs Roman „Wolf“ gelesen und damit fächerübergreifend, grenzenüberwindend gearbeitet. 

Das Leitmotiv war das Motto des internationalen UNESCO‑Projekttags „Grenzen überwinden“.

Dieser rote Faden zog sich durch alle Aktivitäten und gab dem Jahresprojekt seine thematische Richtung. Höhepunkt und Abschluss war der internationale UNESCO‑Projekttag am 18. Juni 2026 — unser „Wolfsfest“ —, bei dem die Ergebnisse in Ausstellungen und Aufführungen präsentiert wurden.

Geografische Grenzen überwinden — Austausch mit Kijiv
Die GSS machte geografische Grenzen zum Gegenstand konkreter Begegnung: 30 Exemplare des Romans wurden an unsere Partnerschule in Kijiv geschickt, und per Videokonferenz tauschten sich Deutschlernende mit einer Klasse der GSS aus. Literatur hilft, räumliche und nationale Grenzen zu überwinden und internationale Solidarität zu zeigen!

Soziale Grenzen überwinden — Mobbing thematisieren und solidarisch handeln
Im Unterricht nutzten Klassen den Roman, um soziale Grenzen sichtbar zu machen, die im Roman eine zentrale Rolle spielen. Eine Möglichkeit, soziale Barrieren zu überwinden und ein unterstützendes Miteinander zu stärken.

Persönliche Grenzen überwinden — Mut, Verantwortung und Selbstwirksamkeit
Praktische Angebote wie Kletterworkshops oder Nachtwanderungen ermöglichten es den Schüler*innen, persönliche Grenzen auszutesten und zu überwinden. Die Coming‑of‑Age‑Themen des Romans förderten Selbstbewusstsein und Verantwortungsbereitschaft.

Kulturelle und sprachliche Grenzen überwinden — Inklusion im Alltag
VKL‑Klassen unserer Schule mit Fluchthintergrund arbeiteten Seite für Seite am Text, erklärten Begriffe und teilten Erfahrungen — ein konkreter Akt, sprachliche und kulturelle Grenzen zu überwinden. Paralleltexte oder mehrsprachige Formate integrierten unterschiedliche Sprachniveaus in den Schulalltag und schufen inklusivere Lernräume.

Ökologische Grenzen überwinden — Naturwissen und Mensch‑Tier‑Beziehungen
Projekte zu Waldökologie und Wolf‑Verhalten thematisierten ökologische Grenzen: Exkursionen und Forschungsaufträge. Reflexion von Grenzen zwischen Mensch und Natur, Entwicklung verantwortungsvoller Perspektiven.

Künstlerische Grenzen überwinden — Ausdrucksformen verbinden
Beim Fest präsentierten die Schüler*innen Kunstwerke, Fotoinstallationen, Theater und Musikbeiträge. Ästhetische Praxis kann Grenzen zwischen Ausdrucksweisen und Altersgruppen überwinden.

Lucys Foto - das Buch als Zelt - zieht sich als Leitbild durch das gesamte Projekt: 

Ein Buch kann Schutz bieten, Räume öffnen und Begegnung ermöglichen. Der internationale UNESCO‑Projekttag am 18. Juni 2026 bündelte die vielfältigen Aktivitäten und machte sichtbar, wie das gemeinsame Lesen von „Wolf“ als Grundlage diente, um geografische, soziale, persönliche, kulturelle und ökologische Grenzen zu überwinden. Das Projekt verband literarische Bildung mit praktischen Erfahrungen und internationalem Austausch — ein starkes Zeichen dafür, dass Schule Brücken bauen kann.