Beiträge der Schulen
Hier finden sich Beiträge verschiedener UNESCO-Projektschulen und der Bundeskoordination des Netzwerks. Die Beiträge bieten Einblicke in die Arbeit der deutschen UNESCO-Projektschulen.
Mit Ideenreichtum, Fachwissen und Zukunftsvisionen präsentierte die Edith-Stein-Schule die Projekte ihres Seminarkurses der Jahrgangsstufe 12 im Rahmen des landesweiten Bildungsprojekts Stadt-Land-Future an der Universität Hohenheim.
Das von den Ministerien für Kultus sowie für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz initiierte Projekt widmet sich zentralen Zukunftsfragen rund um Nachhaltigkeit, Landwirtschaft, Biodiversität und Ernährung. Die Schülerinnen entwickelten eigene regionale Lösungsansätze – unter anderem zu Moorschutz, Lebensmittelgerechtigkeit, Künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft, alternativen Ernährungsformen und der Zukunft regionaler Esskultur.
Bei der Fachtagung in Hohenheim präsentierten mehrere Seminarkursgruppen sowie das Jugend-forscht-Bundespreisträgerteam „Torf Ade – Damit auch Pflanzen ein gutes Gewissen haben“ ihre Ergebnisse und diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Bildung.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie praxisnahes, fächerübergreifendes Lernen junge Menschen dazu befähigt, regionale Herausforderungen zu erkennen, innovative Ideen zu entwickeln und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen.
Dieser Abend erinnerte uns daran, dass die Künste Frieden, Dialog und Verständigung fördern :
Mit dem KCC aus Tansania (Verein des Kigamboni Community Centers), solistischen Musikbeiträgen sowie einer facettenreichen Ausstellung mit Kunstwerken unserer Schülerinnen und Schüler wurde dieser Abend zu einem echten Fest der Kreativität.
Auch durch das große Engagement unserer Gastfamilien konnte unseren Schülerinnen und Schülern diese außergewöhnliche Erfahrung und Teilhabe am interkulturellen Austausch mit einer außereuropäischen Kultur erst möglich gemacht werden.
Wir danken allen Beteiligten dafür, dass ihr dieses lieb gewonnene Projekt auch in diesem Jahr wieder unterstützt und möglich gemacht habt.
Als fest verankerte UNESCO-Projektschule setzt das Maristen-Gymnasium Furth auf Friedenserziehung, Nachhaltigkeit und interkulturelles Lernen und Bildung im Bereich Weltkulturerbe. Den praktischen Höhepunkt einer einjährigen Vorbereitungsphase bildete nun eine viertägige Projektreise von 13 Schülerinnen des P-Seminars "UNESCO" der 11. Jahrgangsstufe nach Paris.
Zentraler Programmpunkt der Reise war der Besuch des Hauptquartiers der UNESCO. Die Gruppe erhielt dort vertiefte Einblicke in die Arbeitsweisen und Entscheidungsstrukturen der Organisation. Neben den politischen Abläufen stand auch die Besichtigung der umfangreichen Kunstsammlung auf dem Gelände im Fokus, die durch Beiträge verschiedener Mitgliedsstaaten die kulturelle Vielfalt der Weltgemeinschaft repräsentiert. Die Teilnehmerinnen präsentierten sich bei der Diskussion als würdige Botschafterinnen des UNESCO-Netzwerks und bewiesen mit vielen gescheiten Fragen, dass sie echte UNESCO-Profis sind.
Zudem nutzte das Seminar den Aufenthalt für interkulturelle Begegnungen: Auf dem Arc de Triomphe befragten die Schülerinnen internationale Touristen zum Thema Welterbe. Kulturelle Meilensteine wie der Besuch des Louvre, des Eiffelturms, der wiederaufgebauten Kathedrale Notre-Dame sowie eine Bootsfahrt auf der Seine mit direktem Blick auf Kulturstätten rundeten die erfolgreiche Exkursion ab.
Vom 15. bis 18. Juni 2026 fand an der Grundschule Trier-Pfalzel eine Projektwoche zum Thema Grenzen überwinden statt, in der jede unserer sechs Klassen in ein Land, das an der diesjährigen Fußball-WM teilnimmt, reiste. So beschäftigten sich die Mädchen und Jungen des 1. bis 4. Schuljahres mit Landschaften, Sehenswürdigkeiten, Tieren und Pflanzen, Kultur und Traditionen Uruguays, Spaniens, Marokkos, Brasiliens, Mexikos und der Türkei. An vier Tagen wurden Plakate gestaltet, Steckbriefe verfasst, Videos gedreht, Präsentationen eingeübt, Lieder und Tänze einstudiert und viel gebastelt. Am 19. Juni 2026 gab es zudem ein von unserer fußballbegeisterten Schulsozialarbeiterin vorbereitetes Turnier, an dem sich jedes Kind als Fußballer*in, Cheerleader*in, Schiedsrichter*in oder im Fanclub beteiligen konnte und das, nach der Vorrunde und zwei packenden Halbfinals, Spanien für sich entschied. Am Samstag schließlich führten auf dem Schulfest des Schulelternbeirats alle Kinder stolz ihr Lieder und Tänze auf und präsentierten den Gästen ihre Ergebnisse der Projektwoche in ansprechend hergerichteten Klassenräumen.
Am 26.06.26 besuchte die HH52 die Medienausstellung „Künstliche Intelligenz“ in der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus. Dieses Thema ist heute wichtig, da uns die Künstliche Intelligenz längst überall begegnet – im Alltag, in der Schule, im Beruf und in den sozialen Medien. Doch wie verändert KI unser Leben und welche Chancen und Herausforderungen bringt sie mit sich? Die Stadtbibliothek Mönchengladbach lud mit einer Medienausstellung im Themenraum der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus dazu ein, die faszinierende Welt der Künstlichen Intelligenz näher kennenzulernen.
Themen wie Deep Fakes, Cyber Security und die verschwimmenden Grenzen zwischen Realität und digitaler Welt werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Besucher*innen können spannende Medien entdecken, sich informieren und tiefer in aktuelle Entwicklungen rund um KI eintauchen. Alle ausgestellten Medien sind ausleihbar. Die Ausstellung ist Teil der Digitalwoche Mönchengladbach und richtet sich an alle, die mehr über digitale Zukunftsthemen erfahren möchten.
Matthias Kleine
BKVGS-UNESCO-Schulkoordinator
Große Freude am Pascal-Gymnasium Grevenbroich: Unsere Schule gehört zu den Gewinnern des zwölften Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“. In der Kategorie V, Schulpreis, erhielten wir einen Geldbetrag in Höhe von 5.000 Euro! Für die Preisverleihung in Berlin wurde ich zusammen mit fünf Schülerinnen und Schülern eingeladen. Sie fand am 23.06. statt, am Abend vorher gab es ein kleines Festival mit Foodtrucks, Mitmachaktionen und Konzert. Die Preise verlieh Frau Bundesministerin Radovan höchstpersönlich, nach der Preisverleihung hatte sich auch der Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises, Herr Sassenrath, noch Zeit für uns genommen.
Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs ist es, Lernende für wichtige globale Themen zu sensibilisieren und sie dazu zu motivieren, selbst aktiv zu werden.
Es war schon einiges an Arbeit, die Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen, aber es hat sich gelohnt. Denn vor der Bekanntgabe der Preisträger kam zuerst ein Jurymitglied zu uns, um unsere verschiedenen BNE-Aktivitäten vor Ort zu erleben und zu dokumentieren. Kurze Zeit später besuchte uns ein zweiköpfiges Filmteam für Aufnahmen und Interviews, die in einen Kurzfilm über BNE am Pascal mündeten. Beide Termine waren natürlich sehr aufregend und spannend. Für mich als UNESCO-Koordinatorin war es sehr berührend zu sehen, wie engagiert unsere Schülerinnen und Schüler und meine Kolleginnen und Kollegen "ihren" jeweiligen BNE-Bereich vorstellten.
Da wir UNESCO-Projektschulen doch alle sehr aktiv sind in der Bildung für nachhaltige Entwicklung, kann ich euch den Wettbewerb, der alle zwei Jahre durchgeführt wird, mehr als empfehlen. Ich bin mir sicher, dass viele Schulen aus unserem Netzwerk beim Wettbewerb eine Chance hätten.
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen 26 °C beteiligten sich heute Schülerinnen und Schüler mehrerer Klassen im Rahmen des Projekts
„10 grüne Schulhöfe für Thüringen“
an einem weiteren Arbeitseinsatz zur Umgestaltung unseres Schulgeländes. Unterstützt wurden sie dabei von der Dipl.-Ingenieurin für Landschaftsarchitektur, Frau Möschl, die das Projekt fachlich begleitet.
Ziel des Projekts ist es, den bisherigen Schulhof gemeinsam neu zu denken und zu einem lebendigen Ort weiterzuentwickeln. Entstehen sollen vielfältige Außenräume, die zum Austoben, Naturerleben und Austausch einladen, aber auch Möglichkeiten zum Entspannen und Abschalten bieten. Gleichzeitig soll der grüne Schulhof als Lernort dienen, der den Unterricht bereichert und die Sinne auf vielfältige Weise anspricht.
Seit dem Projektstart im September 2025 haben sich die Schülerinnen und Schüler bereits bei mehreren Arbeitseinsätzen aktiv und mit großem Engagement in den Gestaltungsprozess eingebracht. Auch heute packten sie tatkräftig an: Walderdbeeren und verschiedene Gräser wurden gepflanzt, Mineralgemisch transportiert und Erde aufgetragen. Dabei war der Einsatz bei den sommerlichen Temperaturen durchaus schweißtreibend – im wahrsten Sinne des Wortes.
In den wohlverdienten Trink- und Erholungspausen konnten die Schülerinnen und Schüler die neu entstandenen Rückzugsorte bereits selbst ausprobieren. Die überdachten Sitz- und Relaxflächen wurden gerne genutzt und geben einen Vorgeschmack darauf, wie attraktiv der zukünftige Schulhof sein wird.
Nicht jede Arbeit machte bei der Hitze gleichermaßen Spaß. Dennoch waren sich viele einig, dass sich die Anstrengung lohnt. Schließlich gestalten sie ihren Schulhof aktiv mit und leisten einen wichtigen Beitrag für kommende Schülergenerationen. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden alle Beteiligten mit Stolz sagen können: Wir haben diesen Ort mit unseren eigenen Händen mitgestaltet.
Als UNESCO-Projektschule liegt uns insbesondere die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am Herzen. Das Projekt „10 grüne Schulhöfe für Thüringen“ greift diesen Gedanken in besonderer Weise auf. Die Schülerinnen und Schüler erleben dabei unmittelbar, wie sie ihre Umwelt aktiv mitgestalten und Verantwortung für nachhaltige Lebensräume übernehmen können. Durch die naturnahe Umgestaltung des Schulhofs werden ökologische, soziale und pädagogische Aspekte miteinander verbunden. So lernen die Jugendlichen nicht nur etwas über Nachhaltigkeit, sondern setzen diese ganz praktisch um – ein wichtiger Beitrag für eine lebenswerte Zukunft.
So wächst Schritt für Schritt ein grüner Schulhof heran, der nicht nur Raum für Bewegung und Begegnung schafft, sondern auch Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Verantwortung erlebbar macht – Werte, die auch den UNESCO-Gedanken prägen.
Anja Küchler
Landeskoordinatorin der UNESCO-Projektschulen
Der ACT! Eine-Welt-Schulpreis würdigt das Engagement von Schülerinnen und Schülern, die sich mit globalen Zusammenhängen beschäftigen und sich für eine gerechtere Welt einsetzen. Am 18. Juni 2026 verliehen das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk ELAN und das Ministerium für
Bildung Rheinland-Pfalz im Eltzer Hof in Mainz den Preis an engagierte Schulgruppen.
Den ersten Platz belegten in diesem Jahr die Teilnehmenden der Deutsch-Förder-AG der Loreleyschule St. Goarshausen mit ihrem Projekt „Spiele für eine bessere Welt“. In einem Podcast machten sie mit Umfragen und Gesprächen hörbar, wie die Themen Kinderrechte und Mitbestimmung zusammenhängen. In das Projekt mit einbezogen wurden auch die UNESCO-AG
der Realschule plus Oberwesel und deren Partnerschule in Ruanda. Mit selbst erwirtschafteten Mitteln erstellten die Schülerinnen und Schüler für beide Schulen vor Ort und für die Partnerschule in Ruanda ein Spielepaket mit Kooperationsspielen. Diese fördern grundlegende Werte für ein demokratisches Miteinander: Zusammenarbeit, Vertrauen und Teamgeist.