Plattform der UNESCO-Projektschulen

Die Kommunikationsplattform des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen in Deutschland ist eine Arbeits- und Vernetzungsplattform. Sie ermöglicht dem Netzwerk einen engen und transparenten Austausch und bündelt vielfältige Arbeitsprozesse an einem Ort. Die öffentliche Seite der Kommunikationsplattform bietet die Möglichkeit mehr über die Aktivitäten des Netzwerks und einzelne UNESCO-Projektschulen zu erfahren.

mehr Mehr Informationen zum Netzwerk der UNESCO-Projektschulen und der Arbeit der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen finden sich hier:

Burg-Gymnasium, Schorndorf

Steckbrief
Bundesland
Baden-Württemberg
Trägerschaft
öffentlich
Schulart
Sekundarschule (Sek I und Sek II)
Spezifizierungen Schulart
allgemeinbildendes Gymnasium
Status
anerkannt
Adresse
Straße, Hausnummer
Hinter der Burg 6
Postleitzahl
73614
Ort
Schorndorf
Telefon (Zentrale)
07181/6029302
Website
https://bg.schorndorf.de
Kontaktperson (Schulkoordination)
Michael Oelschlegel
Schulleitung
OStD Marcus Vornhusen
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Profil

Das Burg-Gymnasium ist ein allgemeinbildendes Gymnasium und eine UNESCO-Projektschule mit bilingualem Zug (Englisch) und IMP (Informatik, Mathematik, Physik) im Herzen der Stadt Schorndorf.
Im Sommer 2018 haben wir unseren zukunftsweisenden Neubau bezogen. Damit begann für unsere Schulgemeinschaft der Aufbruch in eine pädagogische und medientechnische Neuzeit, die von hervorragenden Lernbedingungen geprägt ist.
Die UNESCO-Arbeit am BG beruht auf mehreren Säulen:
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
Schulpartnerschaften,
Ghana AK
Gewaltprävention und Konfliktmanagement
aktive Schüler- und Elternarbeit
Außerschulische Partner spielen in der UNESCO-Arbeit eine wichtige Rolle. So gibt es beispielsweise eine Zusammenarbeit mit dem Schorndorfer Eine-Welt-Laden „Elmundo“, mit der Palm-Stiftung Schorndorf (u.a. Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit) und mit dem soziokulturellen Zentrum Club Manufaktur (Forum für Kultur und Politik).

Einblicke zur UNESCO-Arbeit der Schule

Alle UNESCO-Projektschulen berichten jährlich über ihre Aktivitäten im zurückliegenden Schuljahr. Einzelne Abschnitte der Darstellung zu den Aktivitäten der einzelnen UNESCO-Projektschulen werden hier veröffentlicht.

Menschenrechts- und Demokratiebildung

Dezember 2024 - Palmpreisträger am BG Am Sonntag, den 01.12.2024, wurde in Schorndorf zum zwölften Mal der Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungsund Pressefreiheit verliehen. In diesem Jahr erhielten ihn das Online-Nachrichtenmagazin Zan Times aus Afghanistan sowie die ehemalige Chefredakteurin des Nachrichtenportals tut.by aus Belarus, Maryna Zolatava. Letztere sitzt aufgrund ihrer journalistischen Arbeit in Haft, verurteilt zu zwölf Jahren Straflager. Über die Unterdrückung der Pressefreiheit in Belarus berichtete am darauffolgenden Montag Wasil Kishkourna, Ehemann Maryna Zolatavas, in Begleitung der Vorständin der PalmStiftung, Frau Krönert, bei einem Besuch am BurgGymnasium. Gemeinsam mit seiner Tochter Nadia schilderte er Schüler*innen der Klassenstufen 10 bis J1 die unnachgiebige Verfolgung von Journalisten, ihre prozesslose Inhaftierung und die stark eingeschränkten und streng kontrollierten Kontakte Gefangener zur Außenwelt. Maryna selbst weiß noch nicht, dass ihr Einsatz für unabhängige und unparteiische Berichterstattung mit einem Preis gewürdigt wurde. Da Wasil davon ausgeht, dass ihr Briefwechsel überwacht wird, hat er eine derartige Botschaft bisher nicht zu übermitteln versucht. Journalismus ist unter Umständen gefährlich, manchmal lebensbedrohlich. Doch er ist wichtig, betonte Wasil. Wie schlimm die umgebenden Geschehnisse auch seien, es müsse nachgefragt und darüber berichtet werden. Januar 2025 - #everynamecounts - die 9. Klasse erinnert an die Opfer des NS-Regimes Am 27. Januar 2025 war der 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. In diesem Kontext haben unsere 9. KlässlerInnen im Geschichtsunterricht die Arolsen Archives unterstützt. Die Arolsen Archives sind ein Archiv zur Dokumentation von Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Sammlung, welche zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört, setzt sich mit unterschiedlichen Opfergruppen der NS-Diktatur auseinander. Die #everynamecounts-challenge der Arolsen Archives bietet Gelegenheit sich vertieft mit Opfern des NS-Regimes auseinanderzusetzten. Hierbei werden Scans von Häftlingspersonalkarten aus Konzentrationslagern oder Namenskarten von sogenannten „Displaced Persons“ (z.B. Vertriebene, befreite Häftlinge aus Konzentrationslagern oder ZwangsarbeiterInnen) von Freiwilligen digitalisiert. In einer Online-Eingabemaske werden Daten wie Name, Herkunft, Grund der Haft und viele mehr eingegeben, um die Arolsen Archives immer weiter auszubauen. Durch diese Arbeit mit Originalquellen können die Schülerinnen und Schüler nicht nur historisches Arbeiten einüben, sondern erinnern aktiv an Menschen, die Opfer des NS-Regimes wurden. Die Geschichte dieser Menschen am Leben zu erhalten ist ein wichtiger Teil des Gedenkens und setzt ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Januar 2025 - Gedenken an den 85. Jahrestag des Beginns der Euthanasie in Grafeneck - Ausstel lung Am 18. Januar ist der 85.Jahrestag der Beginn der Ermordung von psychisch Kranken und geistig Behinderten in Schloss Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. In Zusammenarbeit mit der dort heute ansässigen Gedenkstätte präsentiert das Burg-Gymnasium vom 20.01. - 31.01. eine Ausstellung zur Planung, zum Ablauf und zur Aufarbeitung dieser, von den Nationalsozialisten euphemistisch genannten, sogenannte Euthanasie in der Aula des Burg-Gymnasiums. Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen J1 und J2, die bei den UNESCO-Projekttagen einen Workshop auf Schloss Grafeneck besuchten und sich dort und am BG mit dem Thema beschäftigten, brachten den Klassen 9 bis J2 im Rahmen des Geschichtsunterrichts und an einem Abend interessierte Eltern und Freunde des BurgGymnasiums dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte mithilfe der Ausstellung näher. Februar 2025 – Juniorwahl am BG Neben der großen Bundestagswahl gibt es auch schulintern (die bundesweit durchgeführte Aktion) Juniorwahl. So hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 - Jahrgangsstufe 2 die Möglichkeit an der Schule zu wählen - mit Wahlkabine und Urne. Die Ergebnissewichen vom Bundestrend der Juniorwahl in Teilen schon gravierend ab. Mai 2025 - EU-Schulprojekttag am BG! Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands 2007 wurde erstmals bundesweit ein EU-Schulprojekttag am 5. Mai veranstaltet. Teil dieser Veranstaltungen sind seither Besuche von Politikern aus dem Land, dem Bund oder der EU bei Schülerinnen und Schülern. Dieser Tradition folgend stellten sich Staatssekretär Florian Hassler, Grüne, und MdL Jochen Haußmann, FDP, den Fragen der Klasse 10d. Im Gemeinschaftskunde-Unterricht waren im Vorfeld Szenarien für die EU 2050 erarbeitet worden. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten, welche Entwicklungen sich warum ergeben könnten und schätzten ein, welche Folgen dies haben könnte. Anschließend tauschten sich alle Beteiligten darüber aus, welche Zukunft wünschenswert wäre. Dabei ging es insbesondere um den Grad der Integration und die Anzahl der Politikfelder, die ggf. in der EU gemeinsam angegangen werden sollten. Vor- und Nachteile der Abgabe von Kompetenzen an die EU wurden erörtert. Dass mit einer funktionierenden, demokratischen und wirkungsmächtigen EU ein geopolitischer Akteur geschaffen wäre, der anderen starken Akteuren entsprechend begegnen könnte, war ein Aspekt, den alle teilen konnten. Mehr oder weniger Integration, schnelleres oder langsameres Zusammenwachsen, das blieb kontrovers. Alle bekannten sich jedoch zur Einheit der EU und zur Bedeutung der Demokratie auf allen Ebenen. Zuvor gab es in der großen Pause in der Aula für alle interessierten Schülerinnen und Schüler EU-Stationen mit Informationen und Quiz. Juli 2025 - BG BeweGt mit Lucia Schanbacher Der Morgen des 23. Juli war für die neunten Klassen des BG kein normaler Morgen. Nach der ersten großen Pause stand hoher Besuch an. Die Stuttgarter Stadträtin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Lucia „Lucy“ Schanbacher (SPD) stattete unserer Schule einen kleinen Besuch ab. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt sprach die ehemalige BG Schülerin über ihren Weg zur Politik und über Herausforderungen der folgenden Jahre. Lucia Schanbacher ist 35 Jahre alt und Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Nach ihrem Abitur studierte sie und arbeitete zunächst als Mitarbeiterin für verschiedene Abgeordnete. 2019 zog sie erstmals in den Stadtrat ein, seit 2022 ist sie Teil des Landesvorstands der SPD. Zum 1.1.2025 rückte sie in den Bundestag nach, schied allerdings infolge der Neuwahlen und dem damit eingehenden Niederlage der SPD wieder aus. Sie hielt im Bundestag eine Rede in der Generaldebatte zum Sondervermögen der aktuellen Bundesregierung. Die Veranstaltung begann mit einer Vorstellung der Politikerin. Sie erzählte von ihrer Schulzeit am BG und untermalte die Vorstellung mit einigen amüsanten Bildern, auf denen teilweise noch aktuelle Lehrerinnen und Lehrer zu sehen waren. Im Anschluss daran musste sie sich den Fragen von Josua Fauth stellen, der sie zu ihrer politischen Laufbahn und ihren Ämtern befragte. Lucy erzählte von ihrem Weg in die SPD und dann zur Stadträtin, von ihrem Nachrücken in den Bundestag und der Stimmung dort. Außerdem stellte sie sich den Fragen der Neuntklässler, sprach über die Energiewende und wachsende Gefahren für die Demokratie. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, mithilfe einer Online Mindmap Gedanken, Hoffnungen und Ängste für die Zukunft aufzuschreiben. Neben derklassischen Forderung nach einer Dönerpreisbremse schrieben die Schülerinnen und Schüler von Extremismus, Diskriminierung und ähnlichem. Das Ziel des Tages war es, dass sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken über ihre Zukunft machen, und darüber, was sie zu einer guten Zukunft aktiv beitragen können (und vielleicht sogar müssen?). Um diese Fragen zu beantworten, bekam jede Klasse ein Thema (Wirtschaft/Gesellschaft/Politik, Recht/ Technik/ Umwelt, Klima, Biodiversität) und machte sich, gemeinsam mit zwei Schülern des Gemeinschaftskunde-Leistungskurses Gedanken darüber, was im Best Case und im Worst-Case-Szenario passieren könnte. Die entstehenden Plakate wurden dann in der Aula vorgestellt und es wurde gemeinsam überlegt, was getan werden kann, um ein Worst-CaseSzenario zu verhindern. Der Tag war für die neunten Klassen unseres BG eine wertvolle Gelegenheit, über die eigene Zukunft und die Zukunft der Gesellschaft nachzudenken - und über das, was jede und jeder Einzelne tun kann, um sie positiv mitzugestalten. Juli 2025 - Schule trifft Rathaus Am Dienstag den 22.Juli hatte die Klasse 8b,dank des Projektes „Schule trifft Rathaus“, die Chance das Rathaus und die Politik der Kommune aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenzulernen. Gemeinsam mit dem Team der Landeszentrale für politische Bildung konnten wir durch die Augen Gemeinderatsmitglieder schauen. Wie treffen diese Entscheidungen? Wie laufen die Diskussionen ab? In einem Rollenspiel, in welchem jede/-r Schüler/-in ein eigenes Gemeinderatsmitglied darstellte, diskutierten wir und trafen Entscheidungen über die fiktive Stadt Schorningen. Es war spannend zu bemerken wie schnell wir in das Thema der Entscheidungsfindung eintauchen konnten und für die Durchsetzung unserer politischen Interessen kämpften. In der zweiten Phase des Vormittags beschäftigten wir uns mit der Frage, wie Schorndorf zu unserer Traumgemeinde werden könne und was es dazu bräuchte. Es war wichtig unsere Ideen und Forderungen zu konkretisieren und auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen. Schließlich konnten wir diese ja später in einem Gespräch mit dem ersten Bürgermeister Thorsten Englert vorstellen um mit ihm über eine mögliche Umsetzung zu diskutieren. Eine wichtiges Fazit, das ich während des Vormittags schloss, war die Wichtigkeit der Teilnahme der Jugend an der Kommunalpolitik und wie viel Einfluss diese auch auf die endgültigen Entscheidungen hat. Politik ist nicht nur wichtig für unsere Zukunft sondern macht auch Spaß!

Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt

November 2024 – Woche des Respekts Die Woche des Respekts findet jährlich in der zweiten Novemberwoche statt. Das Ziel der Woche des Respekts ist es, zur sozialen Sicherheit in Schulen, Sportvereinen und in der Nachbarschaft beizutragen. Bei uns am BG hatte der SoR-Ak aufgerufen zu notieren, was für einen persönlich Respekt bedeutet und zu den Rückmeldungen eine Ausstellung in der Aula gestaltet. Januar 2025 - „Handicap macht Schule“ Große Aufregung in der Klasse 6 - Rollstuhlbasketball im Sportunterricht! Was erwartet mich da? Zunächst wurde Alltagsrollstühle mit Sportrollstühlen verglichen und die Gründe für die größten Unterschiede herausgearbeitet. Dann war es endlich soweit! Wie bewegt man sich mit einem Rollstuhl – und das im Sport, beim Basketball? Werner Rieger zeigte den Schülern Schritt für Schritt den Umgang mit dem sensiblen Sportgerät Rollstuhl. Zuerst wurde das Vorwärts-, Rückwärtsfahren, Bremsen und Wenden geübt. Der Slalomparcours brachte die Schüler schnell ins Schwitzen und die Arme wurden ganz schön schwer. Dann kam der Basketball ins Spiel. Werfen, fangen, passen, dribbeln und Korbwürfe wurden trainiert. Beim abschließenden Basketballspiel war große Stimmung in der Halle. Festzuhalten war aber, dass der Wurf aus dem Rollstuhl deutlich schwieriger ist, als der aus dem Stand oder Sprung. Dass der Rollstuhl nicht nur ein cooler Sportausrüstungsgegenstand ist, sondern für viele Menschen in unserer Gesellschaft ein täglicher Begleiter und wo hier Probleme für Rollifahrer auftauchen - das wurde in der folgenden Klassenlehrerstunde besprochen. März 2025 - „Afrokids“ in 2 Klassen 8 Der Fachrat Intergration in Schorndorf hatte im Februar den Schulen in Schorndorf eine breite Palette an Workshops zugesandt, die im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus angeboten wurden. Das Burg-Gymnasium hat durch die finanzielle Unterstützung der Palm-Stiftung vier Workshops für einige Klassen realisieren können. Hier nun ein erster Bericht zu AfroKids. Ein großes Dankeschön an den Fachrat für Integration und die Palm-Stiftung Schorndorf. Hier nun der Bericht einer Schülerin: Am 13.März 2025 hatten wir, die Klasse 8b, die Chance an einem Workshop mit AfroKids teilzunehmen. Gemeinsam haben wir uns intensiv mit dem Thema Rassismus beschäftigt und wie dieser einen tiefen Graben in unsere Gesellschaft reißt. Aber wie schaffen wir es diesen Graben zu überwinden und uns mit Respekt und auf Augenhöhe zu begegnen? Frieden steht dem Rassismus entgegen. Frieden ist nicht nur kein Krieg, sondern das Leben auf Augenhöhe in der Gesellschaft, ein respektvoller Umgang, sowie das Überwinden von Vorurteilen. Frieden fängt in unseren Herzen an! Im Workshop machten wir uns viele Gedanken, was dieser Frieden für uns als Menschen bedeutet und stellten schnell fest, wie essenziell diese Grundlage für ein harmonisches Miteinander doch ist. Unser Workshopleiter Tshahamala Schweizer von der Organisation Afrokids gab uns viele tiefe Einblicke in seine bewegende Geschichte, seine Wünsche und sein durch Durchhaltevermögen gekennzeichnetes Leben. Uns faszinierte und inspirierte seine offene, herzliche Art und die Weise, mit welcher positiven Einstellung er durchs Leben geht. Um dem Frieden ein Stück näher zu kommen, half er uns die Brille der Vorurteile zu entlarven und sie uns bewusst vor Augen zu führen. „Wir sehen oft nur, was wir sehen wollen“, sagt er dazu. Gespannt lauschten wir ihm. Er hat so viel Unfassbares zu erzählen. Wir kamen schnell zu dem Entschluss, wie dankbar wir für unser Leben sein müssen; das Privileg zu haben in Frieden und Sicherheit leben zu dürfen. Zum Schluss gab er uns mit, wir sollen unseren Träumen folgen, denn Jedem steht eine Welt voller Möglichkeiten offen. Der größte Feind sind wir selbst, drum sollen wir zu unserem eigenen besten Freund werden, der jedem Hindernis entgegensteht. Denn auch in unserem Herzen soll Selbstakzeptanz seinen Platz finden. Dieser Workshop gab uns allen neuen Mut und die Kraft, Frieden zu leben und ihn zu verbreiten und so dem Rassismus entgegenzuwirken. So kann aus Hass und Krieg ein Leben auf Augenhöhe und Frieden ermöglicht werden. Wir müssen Brücken bauen. Brücken der Liebe, der Gerechtigkeit, der Akzeptanz, der Gleichberechtigung. Eben eine, die auf dem Grund des Friedens ihren Halt findet. April 2025 - Workshop in Klasse 9: „Stereotype – Vorurteile – Mehrfachdiskriminierungen erkennen und überwinden“ Im Februar bot der Fachrat Integration Schorndorfer Schulen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus eine Vielzahl an Workshops an. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Palmstiftung konnte die Klasse 9e des Burg-Gymnasiums am Workshop „Stereotype – Vorurteile – Mehrfachdiskriminierungen erkennen und überwinden“, durchgeführt von Esinu Afele, teilnehmen. In dem interaktiv-gestalteten Workshop setzten sich die Schüler*innen intensiv mit den Themen stereotypen- und vorurteilsbehaftetes Denken, Mehrfachdiskriminierung im Allgemeinen und Rassismus im Spezifischen auseinander. Durch gezielte Übungen – einerseits zum Perspektivwechsel und zur Förderung eines kritischreflexiven Denkens, andererseits durch diverse Austauschrunden im Plenum – wurde den Schüler*innen deutlich, wie sehr diskriminierende Denk- und Handlungsmuster im eigenen Alltag (noch) verankert sind. Besonders eindrucksvoll war der offene Austausch sowohl über eigene Erfahrungen als auch über die Wahrnehmungen und Erlebnisse von Esinu Afele. Abschließend skizzierte der Workshop den Teilnehmenden unterschiedliche Wege, wie sie aktiv gegen Diskriminierung im (Schul-)Alltag vorgehen und sich solidarisch positionieren können. April 2025 - Semaine française – Vive la France! Vom 31. März bis 4. April fand am BG die semaine française statt – eine französische Woche ganz im Sinne von „von Schülern für Schüler“. Die Schülerinnen und Schüler erlebten dabei, wie Französisch zu einem lebendigen Teil ihres Alltags werden kann und sammelten vielfältige interkulturelle Erfahrungen. Gemeinsam mit dem Französischkollegium gestalteten sie ein buntes Programm: Tanz (Madison), Gesang (Aux Champs-Élysées), selbst geschriebene Sketche und interaktive Aktionen wie das Quiz „1, 2 oder 3“ machten die französische Sprache und Kultur spielerisch erlebbar. Bereits im Vorfeld wurde mit großer Begeisterung geprobt und vorbereitet, um die Ergebnisse der gesamten Schulgemeinschaft zu präsentieren. Auch optisch und kulinarisch wurde französisches Flair nach Schorndorf geholt: liebevolle Dekorationen und der Duft von frisch gebackenen Crêpes auf dem Pausenhof (zubereitet von der Fachschaft Französisch auf fünf Crêpes-Makern und kostenlos für alle Schülerinnen und Schüler) sorgten für echtes Frankreich-Feeling. Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Gruppenfoto in den französischen Landesfarben – eine lebendige „Tricolore“ als Zeichen der Gemeinschaft. Diese abwechslungsreiche Woche war eine echte Bereicherung: Die Schülerinnen und Schüler konnten die französische Kultur hautnah erleben, über den Unterricht hinaus entdecken und in Austausch miteinander treten. Ein Schülerfazit: „Es war spannend, Frankreich und die französische Sprache so interaktiv und außerhalb des Klassenzimmers kennenzulernen. Gerne nächstes Schuljahr wieder!“ April 2025 - Climate stories - Virtuelle Begegnung mit Jobod Silk von den Marshallinseln Im Rahmen des Geographiebasisfachs hatten wir am 19.03.2025 die besondere Gelegenheit, gemeinsam mit Herrn Walz und Frau Scheeff an einer OnlineVeranstaltung von "Climate Stories" teilzunehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung sprachen wir mit Jobod Silk, einem Mitglied der Klimajugendorganisation "Jo-Jikum" auf den Marshallinseln. Ziel der Veranstaltung war es, aus erster Hand zu erfahren, wie die Auswirkungen des Klimawandels das Leben der Menschen vor Ort bereits heute beeinflussen. Jobod berichtete einprägsam von den existenziellen Bedrohungen durch den steigenden Meeresspiegel. Regelmäßige Überflutungen zerstören zentrale, kritische Infrastrukturen der Inseln – wie beispielsweise die Trinkwasserversorgung oder das Gesundheitssystem. Aber auch Schulen bleiben von Zerstörung nicht verschont. Trotz dieser enormen Herausforderungen betonte er die tiefe Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Heimat und ihren unermüdlichen Einsatz für den Klimaschutz. Besonders bewegend war seine Schilderung, wie junge Menschen auf den Marshallinseln mit Kunst und Musik auf die Klimakrise aufmerksam machen. Jobod selbst hat ein Lied geschrieben, in dem er seine persönlichen Erfahrungen mit einem schweren Sturm verarbeitet hat – einem Ereignis, das er als Kind erlebte, lange bevor er die wissenschaftlichen Hintergründe des Klimawandels verstand. Für die Menschen auf den Marshallinseln ist der Klimawandel keine Zukunftsfrage, sondern bittere Realität. Jobods eindringliche Worte bleiben uns in Erinnerung: Wenn das 1,5-Grad-Ziel nicht eingehalten und die Nutzung fossiler Brennstoffe nicht drastisch reduziert wird, werden die Marshallinseln bis Ende des Jahrhunderts vollständig im Meer versunken sein. Diese Begegnung hat uns tief beeindruckt und verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass wir auf ALLEN gesellschaftspolitischen Ebenen Verantwortung für unser Denken und vor allem Handeln übernehmen – für eine lebenswerte Zukunft und zum Schutz der vom Klimawandel bedrohten Gemeinschaften weltweit; die, und das sei an dieser Stelle abschließend explizit herausgestellt, am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben. Juni 2025 - Frankreichaustausch 2025 – À bientôt, Paris! Der Austausch mit dem Collège Janson de Sailly in Paris war für die Schülerinnen und Schüler des Burg-Gymnasiums nicht nur eine Reise, sondern ein gelebter Beitrag zur europäischen Verständigung im Sinne der UNESCO. Von Anfang an standen Begegnung, Respekt und kultureller Austausch im Mittelpunkt – Werte, die für ein friedliches Zusammenleben in Europa unverzichtbar sind. Während unseres Aufenthalts in Paris lernten wir nicht nur berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Louvre, den Eiffelturm und die Champs-Élysées kennen, sondern erlebten den französischen Alltag in den Gastfamilien hautnah. Wir stellten fest: Auch wenn Sprache, Gewohnheiten und Traditionen manchmal unterschiedlich sind, verbindet uns viel mehr, als uns trennt. Aus Fremden wurden Freunde – ganz im Geist der UNESCO: „Frieden beginnt im Kopf“. Der gemeinsame Abschlussabend mit allen Familien und dem von den französischen Eltern vorbereiteten Buffet war ein schönes Symbol für Gastfreundschaft, kulturellen Austausch und gegenseitiges Vertrauen. Danach ging es mit dem TGV zurück nach Schorndorf – zum Glück nur für kurze Zeit. Denn schon bald durften wir unsere französischen Gäste bei uns willkommen heißen. Auch sie erhielten Einblicke in unsere Lebenswelt und waren begeistert vom Rathaus, dem PorscheMuseum, der Oper und natürlich von den Brezeln. Obwohl der geplante Grillnachmittag wegen des Wetters ausfallen musste, zeigten wir echte europäische Flexibilität: Ein gemeinsames Buffet in der Mensa und eine spontane Kirchturmbesteigung wurden zu Höhepunkten des Aufenthalts und stärkten das Wir-Gefühl über Ländergrenzen hinweg. Beim Abschied am Freitag flossen trotz Abistreich einige Tränen – ein deutliches Zeichen dafür, wie tief diese interkulturellen Begegnungen wirken und wie nachhaltig sie Freundschaften, Toleranz und Frieden fördern. Viele von uns bleiben weiterhin in Kontakt und tragen so den europäischen Gedanken weiter. Solche Austausche zeigen: Interkulturelles Lernen ist nicht nur Schulprogramm – es ist gelebter Frieden.

Risiken und Chancen im digitalen Zeitalter

November 2025 - Zeitung in der Schule (ZiSch) - Workshop zu Fake News Ein Angebot des Zeitungsverlages Waiblingen, ín dessen Genuss alle Neuntklässlerinnen und Neuntklässler kamen. Einen Monat lang bekamen die Neuntklässler jeden Tag die Stuttgarter Zeitung und hatten die Aufgabe, für jede Woche einen Artikel und ein Foto der Woche auszusuchen, das dann im Klassenzimmer aufgehängt wurde. So wurde man Stück für Stück an das Thema Artikel schreiben herangeführt. Zudem kam ein Journalist zu und wann es sich um richtige nachrichten und wann um Fake News handelt. Es wurde außerdem erklärt, wie man Fake News im Netz erkennen kann und was man dagegen tun kann. Aufgabe für die Klassen war es dann herausfinden, welche Fotos oder News wahr waren und welche Fake. Januar 2025 - Medienbildung und -prävention für alle Klassen 5 Am 28. Januar kamen wieder einmal alle unsere 5. Klassen in der Manufaktur Schorndorf in den Genuss einer Vorstellung des Präventionstheaters Q-Rage. Das interaktive Theaterstück "Total vernetzt - und alles klar" befasst sich mit der hochaktuellen und sich schnell verändernden Welt der modernen Medien. Es nimmt WhatsApp, TikTok & Co und nun auch KI genauer unter die Lupe, beleuchtet unter anderem das scheinbar harmlose Weiterleiten von Handyvideos und Stickern oder das Beachten von Regeln im Klassenchat – gibt es die denn? Die Schauspieler unterbrachen die Handlung des Theaterstücks immer wieder an geeigneten Stellen, um mit den Schülern das Geschehen zu reflektieren. Und davon machten die Kinder rege Gebrauch, die Fragen und eigenen Erfahrungen kamen zuhauf, auch noch nach dem Ende der Vorstellung. Letzte Gewissheit was die Rechtslage anbelangt, konnte der Polizist Herr Schuster geben, der ebenfalls ins Stück integriert war. Es war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung, die den Schülern einen anderen Einblick in die so alltäglich werdende digitale Welt ermöglicht hat. Februar 2025 - Prof. Dr. Schweiger am BG Dem BG (UNESCO-Lehrer Herr Walz) gelang es, in Kooperation mit der VHS Schorndorf am Dienstag, 25.02.25 um 19 Uhr Herrn Prof. Dr. Schweiger in der Aula der Schule zum öffentlichen Vortrag "Zwischen TikTok, alternativen Medien und Fake News" einzuladen. Nach einem Abend mit spannenden und teilweise erschreckenden Ergebnissen hielten am Folgetag wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter von Prof. Dr. Schweiger Workshops zum gleichen Thema in allen Klassen 10 ab.
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