Plattform der UNESCO-Projektschulen

Die Kommunikationsplattform des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen in Deutschland ist eine Arbeits- und Vernetzungsplattform. Sie ermöglicht dem Netzwerk einen engen und transparenten Austausch und bündelt vielfältige Arbeitsprozesse an einem Ort. Die öffentliche Seite der Kommunikationsplattform bietet die Möglichkeit mehr über die Aktivitäten des Netzwerks und einzelne UNESCO-Projektschulen zu erfahren.

mehr Mehr Informationen zum Netzwerk der UNESCO-Projektschulen und der Arbeit der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen finden sich hier:

Edith-Stein-Schule, Ravensburg & Aulendorf

Steckbrief
Bundesland
Baden-Württemberg
Trägerschaft
öffentlich
Schulart
Fach- oder Berufsschule
Status
anerkannt
Adresse
Straße, Hausnummer
St Martinus Straße 77
Postleitzahl
88212
Ort
Ravensburg
Telefon (Zentrale)
0751/368201
Website
http://www.ess-rv.de
Weitere Standorte
Aulendorf, Graf-Erwin-Straße 1
Kontaktperson (Schulkoordination)
Vera Selg
Schulleitung
OStD Herbert Weber
Einblicke zur UNESCO-Arbeit der Schule

Alle UNESCO-Projektschulen berichten jährlich über ihre Aktivitäten im zurückliegenden Schuljahr. Einzelne Abschnitte der Darstellung zu den Aktivitäten der einzelnen UNESCO-Projektschulen werden hier veröffentlicht.

Menschenrechts- und Demokratiebildung

#ichstehauf: Im Unterricht hat sich die Klasse BTG/EG11 mit der Bedeutung von Demokratie und den aktuellen Gefährdungen demokratischer Systeme beschäftigt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, demokratische Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte aktiv zu verteidigen. Mit der Teilnahme an der bundesweiten Aktion #ichstehauf zeigt die Klasse Haltung. Gedenkstätte Überlingen: Vor rund 80 Jahren wurden KZ-Häftlinge gezwungen, unter grausamen Bedingungen Tunnel in einen Felsen zu graben. Ziel war es, die kriegswichtige Industrie aus Friedrichshafen zu evakuieren. Zwölf Stunden täglich mussten die Häftlinge ohne ausreichende Nahrung und ohne medizinische Versorgung arbeiten. Mehr als 240 Menschen verloren dabei ihr Leben. Wir haben den Goldbacher Stollen in Überlingen besucht: den Ort, der für Leid, Zwang und Tod steht und uns daran erinnert, was sich niemals wiederholen darf. Exkursion nach Stuttgart: Am Dienstagmorgen, den 21. Januar, ging es für die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen SGGS11/1 und SGGG11 nach Stuttgart, um dort den Landtag von Baden-Württemberg zu besuchen. Das Hauptziel unserer Exkursion war ein informatives Gespräch mit den Abgeordneten des Landtags. Die Schüler:innen als auch die Abgeordneten zeigten sich motiviert und interessiert am gesamten Austausch und der Thematik des Gesprächs. Daraufhin folgte ein weiterer Besuch im „Haus der Geschichte“, welches die Landesgeschichte im Umfang von 200 Jahren mit zahlreichen Originalobjekten, Fotos, Infostationen etc. inszeniert und repräsentiert. Die gesamte Exkursion kann als eine erfolgreiche und lehrreiche Reise gewertet werden, bei welcher neues Wissen erworben werden konnte. Planspiel Gerechtigkeit: Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Schule konnten sich am UNESCO-Eine-Welt-Tag in viele spannende und unterschiedliche Projekte einschreiben. Bei einem Planspiel beschäftigte sich die Projektgruppe intensiv mit global ungerecht verteiltem Reichtum und erarbeitete Lösungsansätze für eine gerechtere Verteilung. Gerechtigkeit und Solidarität sind die Kerngedanken des jährlichen Eine-Welt-Tag, an dem wir auch Spenden für die von uns unterstützten Projekte sammeln. Gedenkstätte Dachau: Die Jahrgangsstufe 2 unternahm diesen November eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau, um sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und den Leiden der verfolgten Menschen auseinanderzusetzen. Im Rahmen des GGK-Unterrichts erhielten die Schülerinnen und Schüler eine detaillierte Führung, bei der sie mehr über die erschreckenden Bedingungen in dem Konzentrationslager und das Schicksal der dort internierten Menschen erfuhren. Die Gedenkstätte vermittelt auf eindrucksvolle Weise die Geschichte des Lagers und die Opfer des NS-Regimes. Durch die Exkursion wurde die Bedeutung von Toleranz, Menschenrechten und Demokratie noch einmal deutlich hervorgehoben. Der Besuch bot eine wertvolle Gelegenheit, sich nicht nur mit der Vergangenheit zu beschäftigen, sondern auch darüber nachzudenken, wie solche Verbrechen in Zukunft verhindert werden können.

Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt

Fotoausstellung "Angekommen": Angekommen – das sind nicht nur die 19 Schülerinnen und Schüler in ihrer neuen Klasse AV1a, sondern so heißt auch eine Fotoausstellung, die derzeit an der VHS Ravensburg zu sehen ist. Sie portraitiert Menschen mit Migrationshintergrund, die in Bad Waldsee ein neues Zuhause gefunden haben. Diese ganz persönlichen Geschichten über Flucht, Hoffnung und Neuanfang berühren und helfen, Vorurteile sowie Ängste vor dem Fremden abzubauen. Mit der sehr kurzweiligen Führung durch die Ausstellung gelang es Frau Lang (Stadt Ravensburg) und Frau Pfaller (VHS Ravensburg), die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken über ihre eigene Fluchtgeschichte und das Ankommen in der neuen Heimat anzuregen. Interkulturelles Elterncafe: An der Edith-Stein-Schule Ravensburg fand am 02.12.2024 der zweite interkulturelle Elternabend statt. Ziel war es, den Eltern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund das komplexe deutsche Ausbildungssystem aufzuzeigen. Die Jugendlichen und ihre Eltern kamen aus Herkunftsländern wie der Ukraine, Äthiopien, Irak, Jordanien, Türkei, Syrien, Nigeria und Gambia. Um Verständigung mit den Eltern zu verbessern, unterstützten Schülerinnen des Berufskollegs 2BK1EH sie als Sprach- und Kulturmittler. Neben den Informationen der IHK und der Schule präsentierten Schülerinnen und Schüler des AVdual ihre selbstgestalteten Plakate über ihr absolviertes Praktikum. „In meinem Praktikum durfte ich dem Arzt assistieren – das war toll! Ich habe mich jetzt da für eine Ausbildung beworben“, sagt Aynur. Daryna hingegen meinte: „Ich habe gesehen, was eine Erzieherin in Deutschland macht. – Das habe ich mir anders vorgestellt“. Sie will nun im nächsten Praktikum einen kreativen Beruf ausprobieren. Basil hingegen sagte: „Mir gefällt der Beruf als Kfz-Mechatroniker, die Mitarbeiter waren alle nett und hilfsbereit“. Das Interkulturelle Elterncafé entstand in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben, sowie dem AVdual-Team, der Jugendberufshilfe und dem Regionalen Übergangsmanagement der DiPers GmbH. Weihnachtsfeier: Wie viel Platz lasse ich eigentlich anderen? Das war das Motto, unter dem wir uns als Schulgemeinschaft zu einer gemeinsamen Feier versammelt haben. Die verschiedenen Beiträge haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich selbst nicht als Nabel der Welt zu sehen, sondern den anderen im Blick zu haben. So haben wir gemeinsam in interreligiöser Perspektive Zugängen zu Jesus nachgespürt und seinen Namen in unterschiedlichen Sprachen gehört. Dabei haben wir uns die Frage gestellt, wann wir anderen in unserem Leben Raum geben und ob es uns gelingt, uns selbst zurückzunehmen. Unser Schulleiter Herr Weber hat in seiner Ansprache betont, dass das Zusammenkommen einer Schulgemeinschaft, die aus unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten besteht, schon eine erste Antwort auf die Frage sein kann. Und mehr noch: „Die Weihnachtsgeschichte beinhaltet eine Botschaft, die uns alle miteinander verbindet. Weihnachten ist das Fest des Friedens. Danach sehnen wir uns alle“. Eine-Welt-Tag Gemeinsam für die Eine Welt. Unter diesem Motto findet am Freitag, den 29. November, an der Edith-Stein-Schule in Ravensburg von 9 bis 14 Uhr der alljährliche Eine-Welt-Tag statt. An bunten Marktständen im Schulgebäude stehen Adventskränze, Sterne und Seifen sowie viele weitere selbstgemachte Produkte zum Verkauf. Für das leibliche Wohl sorgen Angebote an den Ständen, ein von Schülerinnen und Schülern zubereitetes Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Umrahmt wird das Verkaufsangebot von Workshops, Darbietungen und Vorführungen der Schülerinnen und Schüler. Dieser Projekttag, der seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt wird, hat die finanzielle Unterstützung von vier Bildungsprojekten in Bangladesch, Costa Rica, Ecuador und Namibia/Simbabwe zum Ziel. Externe Besucherinnen und Besucher sind auf dem Eine-Welt-Tag herzlich willkommen: Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf viele Begegnungen an den Ständen, zahlreiche Gäste bei den Darbietungen und einen stattlichen Erlös für die Bildungsprojekte.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Stadtputzete: Mit Müllsäcken, Handschuhen und jeder Menge Motivation ausgerüstet, machten sich rund 100 Schülerinnen und Schüler des AV-duals auf den Weg, um im Rahmen der diesjährigen Stadtputzete ein starkes Zeichen für den Umweltschutz zu setzen. Ob entlang von Wegen, auf Spielplätzen oder in versteckten Ecken – überall wurde eifrig gesammelt, sortiert und staunend begutachtet, was achtlos weggeworfen wurde. Neben den üblichen Verdächtigen wie Flaschen und Verpackungen landeten auch kuriose Fundstücke wie Fahrradteile, ein Straßenschild und andere erstaunliche Dinge in den Müllsäcken. Die Stimmung war durchweg fröhlich und engagiert – denn gemeinsam etwas Gutes zu tun, macht eben Spaß. Die Aktion war nicht nur ein sichtbarer Beitrag zu einer saubereren Stadt, sondern auch ein wichtiger Impuls, wie jeder und jede Einzelne Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen kann. Wir sagen: Danke an alle Helferinnen und Helfer – ihr habt gezeigt, wie viel bewirkt werden kann, wenn man gemeinsam anpackt! NExt-Kongress 2025: Am 17. und 18. Juli 2025 fand die vierte Auflage des NExt-Kongresses des Kultusministeriums Baden-Württemberg im Science Center experimenta in Heilbronn statt. 28 Projekte von 12 Beruflichen Gymnasien präsentierten sich dort einem Publikum – darunter auch drei spannende Forschungsarbeiten des NExt-Kurses der Edith-Stein-Schule. In mehreren Präsentationsrunden stellten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Projekte vor, beantworteten Fragen, diskutierten ihre Ergebnisse und holten sich wertvolles Feedback von Mitschüler und Mitschülerinnen und Lehrkräften anderer Schulen. Unsere drei Projektgruppen widmeten sich ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Fragestellungen: Gewässeranalyse am Mühlbach: Jaron Grath, Katharina Schnell und Tobias Wagner untersuchten die chemische und physikalische Gewässerqualität eines Abschnitts des Mühlbachs – mit dem Ziel, ökologische Zusammenhänge vor Ort zu verstehen und zu bewerten. Pflanzenwachstum unter Strom: Dorothe Scheitenberger und Sejla Ramadanovic erforschten den Einfluss frequenter pulsierender Spannungen und elektrischer Felder auf das Wachstum von Zwergpfeffer und Wasserlinsen. Honig gegen Bakterien? Sophia Prinz, Janik Karsten und Riana Cosmici wollten herausfinden, ob verschiedene Honigsorten das Bakterienwachstum beeinflussen – und ob sich dabei antibakterielle Eigenschaften wissenschaftlich nachweisen lassen. Alle drei Projekte zeigten ein hohes Maß an Eigeninitiative, Teamarbeit und Forschergeist. Die Rückmeldungen aus dem Fachpublikum fielen durchweg positiv aus. Eine Schülerin brachte es am Ende auf den Punkt: „Es war anstrengend, aber auch echt gut – wir haben viel gelernt.“ Wir sind stolz auf die tolle Arbeit unserer Jungforscherinnen und -forscher und freuen uns auf weitere spannende Projekte in der nächsten Runde! UNESCO SuS Seminar: Das diesjährige UNESCO-Seminar hat im März unter dem Leitmotiv „Natur, Nachhaltigkeit und Glück – Was brauchen wir für ein erfülltes Leben?“ in Bad Urach stattgefunden. Wir, Julie und Maja aus der Eingangsklasse, haben teilgenommen und berichten euch darüber. Das Seminar begann mit der Ankunft der Teilnehmenden. Im Anschluss hielt Dr. Erwaa Bishara einen Vortrag per Videocall zum Thema „Nachhaltigkeit“, in dem die Grundlagen sowie die Notwendigkeit nachhaltigen Handelns erläutert wurden. Im Anschluss gab es einen Vortrag über „Nachhaltigkeit & Glück“ und das integrierte „Weltspiel“, um die Thematik auf interaktive Weise zu vermitteln und uns zu ermöglichen, unser eigenes Wissen einzubringen. Am Donnerstag unternahmen wir eine Exkursion mit dem Förster Ulrich Wahl in den Uracher Wald. Dort konnten wir die Bedeutung des Waldes für ein nachhaltiges Ökosystem unmittelbar erfahren. Am Nachmittag hatten wir die Gelegenheit, uns mit anderen Teilnehmenden aus Baden-Württemberg über eigene Nachhaltigkeitsprojekte auszutauschen. Der Tag endete einem englischen Vortrag über das „Bruttonationalglück“ und anschließender Vorbereitung von Fragen für den „Chat der Welten“, einem Videogespräch mit Bhutan. Am Freitag fand der Videoanruf mit Bhutan in englischer Sprache statt. Wir hatten die Möglichkeit, uns direkt mit Schülern aus Bhutan über ihre Perspektiven auf Nachhaltigkeit und Glück auszutauschen. Abschließend wurden Informationen zu weiteren Aktionen gegeben und eine Feedbackrunde zum Seminar durchgeführt, in der alle Teilnehmenden ihre Meinungen und Anregungen einbringen konnten. Für uns stellte das Seminar eine interessante Erfahrung und eine Abwechslung zum Alltag dar, die uns ermöglichte, neue Sichtweisen zu lernen und sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Wir würden es weiterempfehlen. Jugend Forscht: Die Edith-Stein-Schule Ravensburg erhält den MINTSPACE-Schulpreis, der das Engagement zur Förderung mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch interessierter Schülerinnen und Schüler auszeichnet. Die Preisverleihung würdigt die langjährige Tradition der Schule in der Durchführung von „Jugend forscht“-Projekten, die seit 1986 ein fester Bestandteil des schulischen Angebots sind. Auf stolze 34 Projekte kann die „Jugend forscht“ Tradition der Edith- Stein-Schule zurückblicken, bei denen zahlreiche Schülerinnen und Schüler ihren Forscherdrang ausleben, spannende Experimente durchführen und sich intensiv mit biologisch-chemischen Fragestellungen auseinandersetzen konnten. Dieser Einsatz bringt der Schule nicht nur Anerkennung, sondern beschert ihr auch verschiedene Preise: 2010 den Schulpreis für besonderes Engagement, 2015 den Sonderpreis für engagierte Talentförderer und 2022 einen Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg für die projektbetreuende Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums, Brigitte Schürmann. Frau Schürmann, die mit unermüdlichem Einsatz und viel Herzblut die „Jugend forscht“ Projekte begleitet, bringt mit ihren Gruppen nicht nur Regionalsieger-Projekte hervor, sondern erzielt auch Landessieger und eine Platzierung beim Bundeswettbewerb. Die Jury lobt Frau Schürmann mit den Worten: „Sie gehört zweifelsfrei zu den besten Projektbetreuenden in ganz Baden-Württemberg.“ Diese Ehrung würdigt das außerordentliche Engagement von Frau Schürmann sowie die hervorragende Arbeit der Edith-Stein-Schule und ihrer Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler für die MINT-Fächer zu begeistern. Jugend forscht: Sonnencreme und Nachhaltigkeit? Schaden Sonnencremes der Umwelt? In einer beeindruckenden wissenschaftlichen Untersuchung haben die Schülerinnen Isabel Mock und Vanessa Stettinger der Edith-Stein-Schule die Auswirkungen von verschiedenen Sonnenschutzmitteln auf das Ökosystem Gewässer erforscht. Ihr Projekt, das auch von der Stiftung Baden-Württemberg unterstützt wurde, präsentieren sie im Rahmen des renommierten Wettbewerbs „Jugend forscht“ und erreichen damit den dritten Platz in der Sparte Biologie. Die Jungforscherinnen untersuchen die Auswirkung verschiedener Sonnenschutzmittel auf das Ökosystem Gewässer. Dazu kontaminieren sie Gewässerproben mit vier unterschiedlichen Sonnencremes und analysieren die veränderten physikalischen und chemischen Eigenschaften. Sie messen das Wachstum von Wasserlinsen und führen Hemmhoftests an Kulturen mit zwei verschiedenen Bakterien durch. Das Ergebnis ist eindeutig: Alle vier getesteten Sonnencremes führen zu nachweisbaren Veränderungen bei biotischen und abiotischen Faktoren, die das Gleichgewicht des Ökosystems beeinträchtigen können. Die strukturierte wissenschaftliche Vorgehensweise der beiden Schülerinnen überzeugt die Jury von diesem Projekt, das einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Wir gratulieren unseren Schülerinnen zu ihrem großartigen Erfolg! Spenden an Kinderregenwald: Citizen Science Projekt: Gemeinsam mit dem BUND Weingarten-Ravensburg haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 2 des beruflichen Gymnasiums mit dem Wahlpflichtfach Biologie der Edith-Stein-Schule Ravensburg im vergangenen Schuljahr das Projekt „Erforschung einesheimischen Fließgewässers“ durchgeführt. Hierbei wurde ein Fließgewässer, der schulnahe Bleicherbach, auf seinen ökologischen Zustand untersucht. Zusammen mit ihren Fachlehrkräften Katrin Moser, Markus Schmid und Brigitte Schürmann begehen die Schülerinnen und Schüler den Gewässerabschnitt, beurteilen die Gewässerstrukturgüte anhand verschiedener Boniturschemata, messen die Wasserqualität und bestimmen die wirbellosen Tiere des Gewässergrundes. Die Ergebnisse wurden beim Projekt „FLOW“ („Fließgewässer erforschen – gemeinsam Wissen schaffen“, ein bundesweites Citizen-Science-Projekt zum ökologischen Monitoring kleiner Fließgewässer und der ARD Mitmachaktion „#unsere Flüsse“ eingegeben und in Form einer Ausstellung dargestellt. Gleichzeitig erfolgt die Bewerbung beim Wettbewerb „Preisgekrönt 2024“ der Bürgerstiftung des Kreis Ravensburg), der Elobau-Stiftung) und des Kreisjugendrings, bei dem Projekte ausgezeichnet werden, die sich vor der eigenen Haustür für Umwelt und Natur einsetzen. Das Projekt wird im Rahmen der Preisverleihung, die am 27. September auf der Landesgartenschau erfolgte, mit einem Preisgeld von 300 Euro gewürdigt. Wir gratulieren zu diesem Preis und freuen uns über das Vorhaben, das Projekt in den kommenden Schuljahren als festen Bestandteil des Biologieunterrichts in der Jahrgangsstufe 2 einzubetten.

Global Citizenship Education

Schüler*innen laufen für Toleranz: Der Toleranzlauf war eine schöne Möglichkeit, gemeinsam etwas für die Gemeinschaft zu tun. Dabei war völlig irrelevant, wie schnell man läuft, man sollte nur fünf Kilometer erreichen. Die Hauptsache war, man hat teilgenommen! Der sportliche Höhepunkt wurde wieder durch ein umfangreiches Programm umrahmt. Dazu gehörten kulturellen Highlights, wie der Besuch des Grazer Kunsthauses, das auch „friendly Alien“ genannt wird, aber auch eine Diskussionsrunde mit einem Vertreter der „Offensive gegen Rechts“, dem Besuch des gemeinnütziger Verein Atempo, der Menschen mit Behinderung hilft ihren Weg ins Arbeitsleben zu finden und auch ein Gespräch mit KPÖ (kommunistische Partei Österreich) Vorsitzendem Robert Krotzer, der uns Einblicke in Arbeit der Partei gegeben hat. Das gemeinsame Mittagessen war dann ein schöner Abschluss, bei dem man sich austauschen und Menschen kennenlernen konnte. Es ist wichtig, jeden Menschen in der Gesellschaft teilhaben zu lassen und dabei individuelle Unterschiede zu berücksichtigen und lieben zu lernen. Durch solche Aktionen setzen wir ein Zeichen! Rote Bank am Schulhof: "Kein Platz für Gewalt gegen Frauen". Mit diesem Slogan versehen finden sich im Landkreis Ravensburg bereits 13 rote Bänke als sichtbare Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Eine davon steht auf dem Schulhof der Edith-Stein-Schule. Mit dabei bei der feierlichen Einweihung waren Schulleiter Herbert Weber (Zweiter von links im Bild) und Schulsozialarbeiterin Petra Thomas (Zweite von rechts im Bild). Die roten Bänke sollen 365 Tage im Jahr darauf aufmerksam machen, dass das Thema uns alle angeht: Alle drei Minuten erlebt eine Frau oder ein Mädchen häusliche Gewalt, jeden Tag werden mehr als 140 Freuen und Mädchen Opfer einer Sexualstraftat, so die erschreckenden Zahlen des Bundeskriminalamtes. Mit diesem Projekt soll den betroffenen Frauen signalisiert werden: „Ihr seid nicht alleine, es gibt Hilfe, die Gesellschaft steht hinter euch.“ Aus diesem Grund steht die Telefonnummer des Hilfetelefons 0116016 auf der Bank, und die Farbe Rot symbolisiert Blut und Gewalt. Der Verein Frauen und Kinder in Not e.V., die Polizei Ravensburg und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aulendorf und des Landkreises haben das Projekt ins Leben gerufen. Die roten Bänke wurden von Inhaftierten der JVA Ravensburg fertiggestellt. Sie stehen den Projektteilnehmenden kostenfrei zur Verfügung, was einer Förderung des Vereins „Gemeinsam.Sicher e.V.“, dem Verein für kommunale Kriminalprävention und dem Landkreis Ravensburg zu verdanken ist. Neben 12 Kommunen, die eine Bank dauerhaft platzieren, nehmen auch die Beruflichen Schulen, d.h. die Edith-Stein-Schule und die Humpisschule an der Aktion teil. Wir sind stolz, eine rote Bank bei uns im Schulhof zu haben und werden diese für Projekte im kommenden Schuljahr nutzen, um Schülerinnen und Schüler für diese Thematik zu sensibilisieren.
Posts dieser Schule