Alle UNESCO-Projektschulen berichten jährlich über ihre Aktivitäten im zurückliegenden Schuljahr. Einzelne Abschnitte der Darstellung zu den Aktivitäten der einzelnen UNESCO-Projektschulen werden hier veröffentlicht.
Menschenrechts- und Demokratiebildung
Im Unterricht beschäftigen wir uns intensiv mit aktuellen politischen Ereignissen, wie etwas dem Krieg in der Ukraine, den Geschehnissen in Israel und Gaza und anderen Brennpunkten in der Welt.
Regelmäßig nehmen wir am Landesdemokratietag in Ingelheim teil, pflegen einen intensiven Kontakt zu den Demokratieangeboten des Landtages, im vergangenen Jahr besuchten wir beispielsweise mit 2 Berufsschulklassen den Mainzer Landtag. Zum 125-jährigen Bestehen der Schule wurden Ausstellungen zur Demokratie auf verschiedenen Niveaus erarbeitet. Die Schule wurde als Schule für "Demokratie und Partizipation" ausgezeichnet.
Im BVJ wurde ein Projekt zu den Kinderrechten und Menschenrechten gestartet.
Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt
An unserer Schule werden viele Schülerinnen und Schüler beschult, die aus verschiedenen Ländern vor Krieg und Verfolgung geflohen sind. Der Unterricht wird an die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler angepasst und die notwendigen Hilfsmittel werden zur Verfügung gestellt, sodass sie beim Lernen bestmöglich unterstützt und in ihrer Entwicklung gefördert werden können.
Seit 2022 besteht eine Schulpartnerschaft mit einer Förderschule in Krapkowice/Polen. Inzwischen haben 2 Schülerbegegnungen stattgefunden. Per Videokonferenzen stehen die Schulen online in Kontakt, es werden regelmäßig Grußkarten und private Nachrichten mit den Kolleginnen und Kollegen der Partnerschulen ausgetauscht. Im Juni vergangenen Jahres besuchte die Schulleitung aus Polen die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in einem mehrtägigen Aufenthalt. Dabei wurden weitere Absprachen für die kommenden Jahre getroffen. Die Schulpartnerschaft soll mit weiteren Schülerbegegnungen fortgeführt werden. Die im Oktober 2025 geplanten, wechselseitigen Besuche konnten leider aus verschiedenen Gründen letztendlich nicht stattfinden, wir sind aber optimistisch, dass die Austausche im Herbst 2026 stattfinden können.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die in 2022 gegründete Firmenpatenschaft zwischen der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Neuwied, der IHK Koblenz und der Firma Lohmann und Rauscher, ein nahegelegener Industriebetrieb der Medizintechnik, wurde fortgeführt und intensiviert.
Die Firma führte mit den Schülerinnen und Schülern auch im Jahr 2025 ein intensives Bewerbertraining in der Schule durch, der geplante Besuch der Azubis von der Firma L&R erfolgt voraussichtlich im März 2026. Im Jahreslauf fand erneut eine Betriebsbesichtigung statt. Nachdem im Jahr 2025 ein Schüler aus der Berufsfachschule 1 sein Schulpraktikum bei der Firma L&R absolvieren durfte, werden im Jahr 2026 erneut Praktikumsplätze für die Schülerinnen und Schüler mit Behinderung zur Verfügung gestellt. Projekte zum Naturschutz wurden ebenfalls umgesetzt, es wurden Nistkästen und Igelhäuschen angefertigt, Bäume gepflanzt, der schuleigene Garten gepflegt.
Die Eröffnung eines "Eine-Welt-Kiosk" mit unter Anderem Fairtrade-Produkten und die Errichtung eines Automaten für Blumensamen zur Unterstützung der heimischen Bienenarten sind bereits geplante Projekte und wurden im Unterricht der Berufsfachschule 1 und 2 und im BVJ erarbeitet.
Im naturwissenschaftlichen Unterricht werden Themen zur ökologischen und globalen Bildung (der ökologische Fußabdruck, wie viele Erden verbrauche ich,..) sind feste Bestandteile des Unterrichtes.