Plattform der UNESCO-Projektschulen

Die Kommunikationsplattform des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen in Deutschland ist eine Arbeits- und Vernetzungsplattform. Sie ermöglicht dem Netzwerk einen engen und transparenten Austausch und bündelt vielfältige Arbeitsprozesse an einem Ort. Die öffentliche Seite der Kommunikationsplattform bietet die Möglichkeit mehr über die Aktivitäten des Netzwerks und einzelne UNESCO-Projektschulen zu erfahren.

mehr Mehr Informationen zum Netzwerk der UNESCO-Projektschulen und der Arbeit der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen finden sich hier:

Regionales Berufsbildungszentrum Wirtschaft Kiel

Steckbrief
Bundesland
Schleswig-Holstein
Trägerschaft
öffentlich
Schulart
Fach- oder Berufsschule
Spezifizierungen Schulart
Regionales Berufsbildungszentrum
Status
mitarbeitend
Adresse
Straße, Hausnummer
Westring 444
Postleitzahl
24118
Ort
Kiel
Telefon (Zentrale)
0431 1698400
Kontaktperson (Schulkoordination)
Katalin Bartels
Schulleitung
Gerhard Müller
Einblicke zur UNESCO-Arbeit der Schule

Alle UNESCO-Projektschulen berichten jährlich über ihre Aktivitäten im zurückliegenden Schuljahr. Einzelne Abschnitte der Darstellung zu den Aktivitäten der einzelnen UNESCO-Projektschulen werden hier veröffentlicht.

Menschenrechts- und Demokratiebildung

Mit unserem Kulturausschuss und unserer UNESCO-AG arbeiten wir stetig daran, dass im Sinne der Bildungsteilhabe und im Sinne von weniger Ungleichheiten in dieser Teilhabe an Bildung schulartübergreifende Veranstaltungen stattfinden. In unserem Schulalltag sind seit zwei Jahren das interreligiöse Fastenbrechen, die unsere Respekt-Coaches (Rojda Arslan) mit interessierten Schülerinnen und Schüler aller Vollzeitbereiche in unserem Café Kilimanjaro feierte, ist ein gutes Beispiel dafür. In diesem Schuljahr fand die Veranstaltung unter dem Titel "Fasten in verschiedenen Religionen und interaktiven Spielen" am 27.03.25 statt. Seit drei Jahren ist die Erinnerungsarbeit an die Bücherverbrennung in der NS-Zeit fest als Schul-veranstaltung im Schulleben verankert. In diesem Schuljahr drehte sich das Projekt um die verfolgte Kieler Bibliothekarin Clara-Stier-Somlo. Dr. Kerstin Brix-Denkert (Mitglied im Kulturausschuss und Pressereferentin) ließ ihre Abendklasse, in Kooperation mit Daniela Herzberg (Kulturvermittlerin, Expertin in Erstellen von Hörspielen mit Jugendlichen), und mit der Kieler Universitätsbibliothek Dokumente durch eine Audioinstallation zur lebendigen Geschichte verarbeiten. Ein kurzer Einblick in das Projekt zeigt eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Materie: "Clara Stier-Somlo, die promovierte Nationalökonomin arbeitete bis 1933 an der Universitätsbibliothek Kiel, bevor sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft entlassen wurde. Ihr Großvater war Rabbiner an der Neuen Synagoge in Berlin, rechtswissenschaftliche Bücher ihres Vaters Fritz Stier-Somlo werden wahrscheinlich bei den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten 1933 auf dem Scheiterhaufen gelegen haben. Als eine von 37 Frauen deutschlandweit im höheren Bibliotheksdienst war sie Vorreiterin in ihrem Feld. Am 1. April 1933 wurde Clara Stier-Somlo unter Gewaltandrohung von Nationalsozialisten aus der Bibliothek gedrängt. Der Vorwurf: Sie habe zu viel katholische und jüdische Literatur für den Bestand beschafft. Nach ihrer formalen Entlassung aufgrund des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" emigrierte sie noch im selben Jahr nach Prag. Doch auch dort war sie nicht sicher. 1942 wurde sie in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und ermordet.", so die Worte der Akteure in der Pressemitteilung. Die Ausstellung war bis Anfang September 2025 in der Kieler Universitätsbibliothek zu sehen. https://www.rbz-wirtschaft-kiel.de/unsere-schule-uebersicht/presse - Kiel.Magazin am 4.6.2025. Solche Klassenprojekte fördern das Verständnis für die Lebenswelten anderer Zeiten und ebenfalls das Mitgefühl der SuS für heutige Betroffene in Kriegszeiten, und damit den friedlichen Dialog. Beate Kennedy (Leitung Kulturausschuss) bot als Kreisfachberaterin für Kulturelle Bildung in Kiel die Mitarbeit einer Klasse in einem Projekt zum 08. Mai 2025 an, dem Jahrestag zur Befreiung vom NS-Regime, das sich anhand des Filmes „Wiedersehen nach 42 Jahren“ mit dem Arbeitserziehungslager Nordmark befasst und in Kooperation mit dem Zentrum zur Geschichte Kiels im 20. Jahrhundert geplant und durchgeführt wurde. Weitere Aktivitäten zu der Menschenrechts- und Demokratiebildung für die gesamte Schule fanden eingebettet in unser Interkulturelles Fest (UN-Welttag am 21.5.25) und während unserer nunmehr zu einer ganzen Woche ausgeweiteten Demokratie(-Tag)-Woche statt. Die diesjährige Demokratiewoche wurde unter dem Motto: "Klar denken. Bewusst handeln. Demokratie leben." veranstaltet mit vielen Workshops und Vorträgen, u.A. durch "Macht und Medien" - Wie werden muslimische und muslimisch gesehene Menschen in deutschen Medien dargestellt? (Türkische Gemeinde Kiel); "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen..." - Sprache zwischen Meinungsfreiheit und Hatespeech (KAST e.V.); "Universal, aber nicht unantastbar" - Menschenrechte im Krieg (Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge; "Demokratie in Aktion - Wir gestalten unsere Region" (Kieler Forschungswerkstatt/CAU); "Demokratisch stabil bleiben" - wie dein Engagement die Demokratie retten kann! (Landeszentrale PB/Jaqueline Kühl); sowie mit dem Workshop: Umgang mit Deep Fakes und Fake News" - Gefahren erkennen und abwehren (Bildungsbegleitung RBZ Wirtschaft. Kiel). Unser Multiprofessionelles Unterstützungsteam bietet Seminare als Abrufveranstaltungen für alle in der Schule an z.B. zu den Themen Wertebildung in der digitalen Welt; Umgang mit Demokratie und Medien; Hate Speech & Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (im Netz) sowie insbesondere in den Berufsfachschulen I und III das Thema: "Social Media & Fake News". Diese Kurse können je nach dem, welche Konfliktsituationen durch die Klassen- und Fachlehrkräfte erkannt werden akut oder präventiv abgerufen werden. Ein besonderes Angebot war kurz vor unserem interkulturellen Fest das FAHAMU-Seminar für SuS. FAHAMU bedeutet in mehreren afrikanischen Sprachen „Verstehen – Verständnis – Erlernen – Erkennen“ und schult das Verständnis über strukturellen Rassismus, seine Komplexität und Ursachen. Geleitet wurde der Workshop von Abdou Rahime Diallo, Referent und Geschäftsführer des Diaspora Policy Interaction Instituts. https://demokratieleben-ei.de/2023/10/18/workshop-antirassismus/ Dieses Angebot wurde in die Liste der Abrufveranstaltungen über das Multiprofessionelle Unterstützungssystem aufgenommen. Durch die Reflexion der Angebote werden je nach neuen Herausforderungen im Schulalltag die Veranstaltungsformate stetig weiterentwickelt. Die "jährlich" durchgeführten Juniorwahlen zu den offiziellen Wahlgeschehen, bei Kommunal- oder Bundeswahlen in Deutschland, sollen unsere Schülerschaft am RBZ Wirtschaft. Kiel frühzeitig für das politische Interesse und für die Verantwortung für die Gesellschaft sensibilisieren. So haben wir hauptsächlich an den Schwerpunkten Förderung von Verständnis in einer vielfältigen Gesellschaft und an dem Erkennen und Reflektieren von einschränkenden Mustern im Alltag ge-arbeitet.

Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt

Am Anfang des Schuljahres hat unsere Kollegin Hannah Bauhoff ihre AVSH-Klasse mit einem multimedialen Projekt zum besseren Kennenlernen angestiftet. Das Projekt hieß: "Sound-of-heimat", das sich mit dem Thema "Flucht und Migration" mithilfe von Legoplay (Stopp-Motion-Filmen), Collagetechniken, Musik mit ungewöhnlichen Instrumenten wie dem Waterphone sowie mit Interviews unter der Leitung von Sven Kacirek beschäftigte. Die SuS konnten durch die vielfältigen medialen Darstellungen Ausdrucksformen finden, wie sie mit der Flucht und mit ihrer Zukunft in Deutschland "klarkommen". Durch die Aufführungen am RBZ Wirtschaft. Kiel und im Kesselhaus der Muthesius Hochschule konnten ihre Erfahrungen mit dem Publikum geteilt werden. Die SuS sammelten dabei Mut und Selbstvertrauen und die Bestätigung, dass ihnen zugehört wird und dass ihre Themen nicht nur sie betreffen. Dieses Projekt knüpfte an die Kennenlernwochen des AVSH-Bereiches strukturell an und hatte eine starke Botschaft an die ganze Schule: "Seid aufmerksam, nehmt uns wahr und lasst uns einander unsere Erinnerungen/Erfahrungen teilen." Beim Interkulturellen Fest, fast am Ende des Schuljahres, haben wir den friedlichen Dialog miteinander nunmehr zum 4. Mal weitergeführt. Ein ukrainischer Chor (Leleka) trat auf, deren Mitglieder ebenfalls als Teilnehmerinnen des neu erdachten Culture Fashion Shows bereicherten, den Rojda Arslan angeleitet hatte. Sie bereicherten unser Fest nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer bunten Tracht auf dem Schulhof. (Ideengeberin ist unsere Kollegin: Neonila Boichuk) Eine Band "Sauti é Saala" (Klang und Wort gegen Diskriminierung) mit Rahime Diallo (Guinea) und Zaide Horstmann (Tansania) war ebenfalls bei uns auf dem Schulhof bei bestem, sonnigen Wetter zu Gast, um nicht nur mit ihrer Musik zu beeindrucken, sondern ebenfalls mit ihrer Zuhörerschaft in Dialog zu treten über ihre kritischen Texte zum Thema "Kolonialismus und Rassismus-Erfahrungen" sowie über Spiritualität, Liebe, Lebens- und Gesellschaftsmustern des Globalen Südens und seiner Diasporen. https://www.politische-bildung-brandenburg.de/veranstaltungen/sauti-e-haala Noch weitere externen Partner waren beim diesjährigen interkulturellen Fest zur Förderung von friedlichen Dialogen bei uns zur Gast, nämlich: Die Ausstellung "Gesichter des Friedens" (https://www.propeace.de/de/gesichter-des-friedens) mit Bayan Anouz und KulturGrenzenlos als Teil unseres Kooperationspartners Alter MU für Nachhaltigkeit. KulturGrenzenlos führte die Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer in die Vielschichtigkeit von Kultur ein und ging mit ihnen in eine persönliche Auseinandersetzung mit der Gegenwartskultur und ihre Wandlung in der Gesellschaft ein. Der Workshop "Gesichter des Friedens" brachte 2 Berufsschulklassen näher, wie vielfältig Diskriminierung in Sprache und Handeln auftreten kann und welche friedliche Mittel es dafür gibt, beim Erkennen von Ungerechtigkeit z.B.: ein Spiegel vorzuhalten, wie die Mittel der Kunst, die Social Media-Plattformen und auch soziales Engagement dabei helfen können, dass die innere und äußere Haltung für Gerechtigkeit gestärkt werden kann. Da die Ausstellungsplakate von der Stiftung ProPeace uns bis zum Schuljahresende zur Verfügung gestellt worden sind, konnte die ganze Schulgemeinschaft im Foyer noch weiter mit dem Thema in eine innere Auseinandersetzung gehen. Weitere Unterrichtsprojekte schließen an das Thema an. Das Fest wurde von Schülern unserer Fotoschule (BFS III) fotografisch dokumentiert und von vielen Schülerinnen und Schülern der UNESCO-AG, aber auch von Teilnehmerinnen und Teilnehmern von unseren Europaprojekten mit Erasmus+ mit ihren persönlichen Erfahrungen angereichert. Für die Nachhaltigkeit ist unsere Schule ebenfalls in der Reihe unserer Klassenprojekte: Sound of heimat, Textilwerkstatt/Leuchtstoff, Café Kilimanjaro und mithilfe der AVSH-Klassen ebenfalls für die Begrünung der eigenen Umgebung durch Saatbomben für den eigenen Garten eingestanden. Um bei den Ständen die handelnde Haltung noch mehr zu vertiefen, wurden Friedensarmbänder mit Makramee-Technik gemeinsam geknüpft. (Die Tradition geht auf das 13. Jh. auf arabische Weber zurück.) Das Plakat für das interkulturelle Fest wurde von unserer Schülerin Lina Williams gestaltet, die die Erfahrungen aus der BSP-Tagung in Knivsberg/Dänemark zum digitalen Storytelling dort mit eingearbeitet hat und Teil unseres UNESCO-Schülerinnenteams ist. So versuchen wir immer mehr Abteilungen von den Vollzeitbereichen bis zum Berufsschulbereich auch in unsere interkulturelle Arbeit einzubinden. Ganz am Ende des Schuljahres konnten 14 SuS und 3 LK'e unsere Partnerschule KIUMAKO am Fuße des Kilimanjaro besuchen, nachdem ein paar Schülerinnen und Schüler aus Tansania kurz vor dem interkulturellen Fest bei uns eintrafen und das FAHAMU-Projekt mit Rahime Diallo mitgestaltet haben, indem sie über eigene Erfahrungen berichteten. (https://www.rafiki-mrimbo.de/25.0.html) Diese Schülerbegegnung wurde seit Anfang des Schuljahres von der Antragstellung z.T. durch die SuS selbst bis zu den Absprachen mit der Schulleitung in Tansania und der inhaltlichen Planung unter Anleitung der LK und der Abteilungsleitung für Nachhaltige Entwicklung (Oliver Zantow) als Jahresprojekt in den Fächern Biologie und Religion mit den SuS gemeinsam entwickelt. Curricular verankert wurden in Biologie die Themen zur Vielfalt in der Natur (SDG's 3,4,6,7,8) (Kirstin Andresen) sowie in Religion (Katalin Bartels) die Themen weniger Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und deren Bildungsteilhabe (SDG's 4 und 8) wie auch die Diakonische Arbeit der Kirche im Globalen Süden. Die Schülerinnen und Schüler des RBZ Wirtschaft. Kiel nahmen nach anfänglichen digitalen Schwierigkeiten in der Woche vor dem interkulturellen Fest zu den tansanischen Schülerinnen und Schüler Kontakt auf und erweiterten ihre interkulturelle Kompetenz bereits an unserer Schule, indem Sie auch schon für das Interkulturelle Fest Inhalte für den Tansania-Stand gestalteten. In der Reflexion der Reise waren die Mitreisenden der Tansania-Gruppe fasziniert davon, welche Strahlkraft und Offenheit tansanische Schülerinnen und Schüler trotz der großen Herausforderungen in den existentiellen Lebensgrundlagen, die wir in Deutschland und Europa für selbstverständlich halten, besaßen. Unsere RBZ-Reisegruppe kehrte mit einer größeren Zufriedenheit und statt dem Schatten des einander Fremdseins "mit dem Licht des Verstehens und des gemeinsamen Anerkennens" zurück nach Kiel, schwärmte Kirstin Andresen, die auch das erste Mal die KIUMAKO-Schule besuchte. Bei aller Verschiedenheit öffneten sich die Herzen füreinander, die Begegnungen führten zum erlebbaren Beitrag zum friedlichen Umgang zwischen verschiedenen Kulturen (SDG 16 und 17) durch die Vertiefung unserer Partnerschaft. So haben wir den friedlichen Dialog und den Abbau von Vorbehalten in der interkulturellen Begegnungen für ein freundschaftliches Miteinander in gegenseitiger Anerkennung der Vielfalt von menschlichen Handlungsmöglichkeiten für eine gemeinsame Welt gesucht und gefunden.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Bildung für nachhaltige Entwicklung ist seit über 20 Jahren Teil unserer schulischen Arbeit in Verbindung mit der kaufmännischen Grundausbildung in den AVSH-Klassen und in den neuen AV-Flex-Klassen (AV-M). Insbesondere das Café Kilimanjaro und das Leuchtstoff/Upcycling-Werkstatt entwickelt seine Produkte weiter und bietet diese an ihren Einkaufsständen dreimal in der Woche im Kilimanjaro-Café, bei Schulfesten (UN-Welttage, Markt der Möglichkeiten, etc.) oder beim Weihnachtsbasar vor Weihnachten an. Für die Weiterentwicklung wurde das RBZ Wirtschaft. Kiel erneut als Fair-trade-School ausgezeichnet. Die alljährlichen Gesundheitstage fanden ebenfalls im September/Oktober 2024 statt mit vielen Workshops zu Entspannungstechniken und Yoga, zum Thema "Suchtprävention" (B.A.D.S.: Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) mit Übungen an einem Fahrsimulator oder mit der Frauenberatungsstelle/Eß-o-Eß oder zum Thema "Demenz" oder mit der Selbsthilfegruppe "Tinnitus", da viele unserer Schülerinnen und Schüler von Beeinträchtigungen des Hörvermögens betroffen sind, um damit Klassengemeinschaften eine höhere Sensibilität mit Mitschülerinnen und Mitschülern erhalten, die davon betroffen sind. Damit möglichst jede/r mit Beratungsinformationen an unserer Schule jederzeit versorgt werden kann, bietet unser Multiprofessionelles Unterstützungsteam ebenfalls im Bereich Gesundheit das Projekt: "Hunger nach mehr - Erfahrungsbericht- Sensibilisierung für Essstörungen" (Schulpsychologin und Respektcoach) sowie ein Unterstützungsangebot mit dem Fitness-Studio für die Psyche an. Die Angebote sind auf Stellwänden durchgehend im Lehrerzimmer sowie in unserem Moodle-LZ erreichbar für alle hilfesuchende LK und SuS. Das multiprofessionelle Unterstützungsteam und das Steuerungsteam STC (Schools that care/Finder Akademie/BIMI) sucht für jedes Jahr einen neuen Fokus für die kommende Demokratietage/Demokratiewoche, damit die LK, die Mitarbeiterinnen in den Sekretariaten und auch die Schülerschaft sich nachhaltig bei den Themen der Gewalt-/Suchtprävention sowie in der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz weitergebildet werden kann. In dem STC-Prozess sind wir bereits auf der 5. Ebene von 6 und damit bei der Präventionskonzept-Entwicklung, zu dem bereits die Konzepte: Schutzkonzept, der Wegweiser zum Umgang mit Extremismus an der Schule sowie das Absentismus-Konzept entwickelt und in unser Präventionskonzept eingefügt wurde. Die 16. Afrika-Woche war auch in diesem Schuljahr ein voller Erfolg bei unserer Schülerschaft und erfreut sich in Kooperation mit BEI einem immer größer werdendem Publikum an unserer Schule mit Workshops und Vorträgen zu BNE im Alltag in Afrika durch die Vermittlung von authentischen Referenten, die eigene Erfahrungen und Insider-Wissen aus ihren Ländern mit unserer Schulgemeinschaft teilen. Wir haben in diesem Handlungsfeld präventives Handeln und das Vermitteln von aktivem Schutz der persönlichen und materiellen Ressourcen in den Mittelpunkt gerückt, um Orientierung und Sicherheit durch Fairness im Konsum oder im Miteinander nachhaltig zu verankern.

Risiken und Chancen im digitalen Zeitalter

Als eines der Schwerpunktthemen unseres Schulprogramms und auch als eine der UNESCO-Säulen, beschäftigt sich die Schulleitung intensiv damit, unser Schulpersonal und die Schülerinnen und Schüler mit den nötigen aktuellen Debatten über das Digitale Zeitalter und mit der Unterstützung durch IT-Beratungsteams im täglichen Verwenden von digitalen Medien zu unterstützen. Neben dem Datenschutzkonzept werden regelmäßig Schulungen für LK'e in Fortbildungscafés angeboten, um nicht nur bei der Orientierung, sondern auch bei der Umsetzung von digitalen Medienkonzepten alle zu unterstützen. Es gibt ein pädagogisches Rahmenkonzept zum Thema "Lernen mit digitalen Medien", in dem die Chancen und Risiken in der digitalen Welt thematisiert werden. Bei den SET's gibt es seit 4 Jahren einen großen Teilbereich an digitalen Weiterentwicklungsmöglichkeiten, damit das SAMR-Modell zur Integration von Lerntechnologien oder die 4K's durch die digitale Medien von der Verbesserung der technischen Fertigkeiten auf die Ebene der Transformation gelangen kann. (https://www.medienzentrum-harburg.de/wp-content/uploads/2016/03/SAMR_Bad.jpg) Diese Konzepte und Schulungen helfen den Lehrkräften neue Methoden und Leistungsmessungsformate zu entwickeln, im Sinne der Konzepte Industrie 4.0 (SDG 9), Berufsorientierung 4.0 (SDG 4 und 12) sowie zur Minimierung von digitalen Zugangsunterschieden (SDG 10). Das RBZ Wirtschaft. Kiel hat sich Ende 2024 als Botschafterschule für Berufsorientierung qualifiziert und hat sich auch im vergangenen Schuljahr erfolgreich beim Berufswahl-Siegel rezertifizieren lassen. Ebenfalls qualifizierte sich unsere Schule als Digitale Schule unter insg. 6 Schulen in ganz Schleswig-Holstein. Auch in diesem Prozess ist unser Multiprofessionelles Unterstützungsteam ein täglicher Begleiter mit Projekten wie Future Skills am Beispiel KI mit den IT-Scouts, die unsere Sozialarbeiter in der Schülerschaft ausbilden oder die Digitale Berufsorientierung durch unsere Bildungsbegleiterin Daniela Schäfer und unseren Übergangsmanager Harald Gutzeit. Ebenfalls werden Kolleginnen und Kollegen ermutigt, unsere Notfall-App digital auf ihren Handys für Beratung und für eine schnelle Kommunikation zu installieren, um im Fall eines Notfalls mit den unterschiedlichen Beteiligten des Krisenteams zu kommunizieren. Das RBZ Wirtschaft. Kiel ist regelmäßiger Austragungsort für Veranstaltungen der #digitalenwochekiel, somit können unsere Schülerinnen und Schüler innerhalb der Unterrichtszeiten in der eigenen Schule über die Relevanz von Leben und Arbeiten in der digitalen Welt wertvolle Informationen erhalten. Im Netzwerk Medienkompetenz Schleswig-Holstein waren wir am 22-23. November zu Gast beim MeKO-Festival an der RBZ Technik in Kiel, um bei dieser Messe die Themen von SocialMedia, Datenschutz und Cybermobbing bis zu Gaming, digitalem Feminismus und KI bei unseren Netzwerkpartner weiterzuentwickeln. Auch in den Fachcurricula integrieren wir durch die SET's digitale Netzwerke für die einzelnen Fächer und beraten untereinander im Kollegium über gut verwendbare Lern-App's, Lernplattformen und Mediensammlungen wie das IQSH-Medienportal, Netman-Schulportal und die FoBizz als Klassenmanagement-Portal für die Arbeit mit KI im Unterricht. Für SuS gibt es eine E-Sport-AG, die sich wöchentlich trifft, und durch wertschätzende Kommunikation und echtem Austausch einübt, wie viel mehr wert es ist, als Team füreinander da zu sein als grob alleine den Sieg einzufahren. Die IT-Lehrkraft übt mit den SuS, wie sie während des Spiels mit wertvollen Hinweisen gemeinsam Stärke zeigen können, statt aufzugeben oder den anderen "Unbekannten" im Netz mit Schimpfwörtern zu überhäufen bei Frust und Anspannung. Die Vernetzung, die Förderung des Zusammenhaltes in von schnellen Veränderungen geprägten Zeiten, soll die Angewiesenheit von Mensch und Maschine, mit all ihren Chancen und Herausforderungen zu einem Austarieren des richtigen Maßes verhelfen. Das war unser Anliegen im digitalen Zeitalter, dieses Schuljahr.
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